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Wenn es mit der Behauptung derKenner alter Münzen, daß man nir.gend zwcy von -vollkommen gleichemGepräge finde, seine Richtigkeit hat,so sollte man daraus schließen, daßdie Alren ihre Münzen nicht so gcprä-get haben, als die Neuen, lhun.Vielleicht waren ihre Stempel nichtso hart, als sie gegenwärtig sind; indiesem Falle scheinet es nothig gewe-sen zu sepn, ihnen oft nachzuhelfen;und daher ließe sich erklaren, warumman keine vollkommen gleiche Geprä-ge findet.
Der älteste griechische Steinschnei-der, dessen namentlich gedacht wird,ist Theodor von Gamos, der auchBilder aus Erz gegossen hat->); derberühmteste aber war, wie aus demvorher angeführten abzunehmen ist,Pprzorelcs, dessen Namen auf zwei)noch vorhandenen Steinen angetrof-fen wird. Daß aber der eine, derauch den Namen Pfiocion trägt,nicht von diesem Künstler sey, hatWinkclmanngezeiget*); auf dem an-dern, den der Graf von Schonbornin Wien besitzt, ist der Kopf desAlexanders; es ist aber auch nichtausgemacht, daß es die Arbeit die-ses berühmten Künstlers sey.
Der Baron Stosch har die anti-ken Steine, auf denen die Namen derKünstler eingeschnitten sind, so vieler davon auftreiben konnte, sicbenzigan der Zahl, in Kupfer stechen las-scn **). Einige der besten dieser Stei-ne sind aus den Zeiten des Augustusund seiner ersten Nachfolger, von
DioscorioetZ, Avovus, Hyllnu und
Solon. Der Herr von Murr hatsich die Mühe gegeben, ein alphabe-tisches Verzeichniß der alten Stein-schneider, deren Namen man aufden Steinen findet, zu verfertigen.
s) lieber den Theodor s. den Art. Ge-schnirrene Steine S.Z86.
») Geschichte der Kunst S- z;i.
c;>nnm»s zntchute ciel»tiie leilpro»cum nommibus inüchnse, » klul. äsScostk, /emll. >70 4, kol.
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Man findet weit mehr römische dar-unter *).
Der berühmte Natter, der sich inunsetn Tagen in dcrKunstdes Stcin-schneidens besonders hervorgcthan,hat ans sehr genauer Untersuchungverschiedener antiker Steine bewiest:,,daß die Alten diese A 'best mit ebensolchen Werkzeugen ve. fertiget haben,dergleichen noch itzt im Gebrauchfind und die er ans eine Kupfer,platte abgezeichnet hat.
Wie die Künste des Stein - undStcmpclschneidcns im fünfzehntenJahrhundert wieder zu einer beträcht-lichen Vollkommenheit gekommenstycn, ist an einem andern Orre be-reits angemerkt worden f). Wirmüssen aber hier die berühmtestenKünstler in beyden Arten noch an-zeigen.
Der älteste Stein - und Stempel«schneide,' neuerer Zeit, von dem manNachrichten findet, ist Vstcore Pija-nello, der sich im Jahr ,406 in Flo-renz aufgehalten ff). Unter L.an-reu5 So N7c0ici dein alrern, thatensich zwey Künstler hervor, davon derc' sterc unter dem Namen GiovanniVolle Cargmoic, der andere unter deinNamen Domen. oa'Tamci berühmtworden. Aber umer dem Pabst Leodem X. erschien eine beträchtliche An-zahl
*) S. Libliorbegue äs peinruie see.'I, I. p, -48. ch.
S.'lriikL äs I, Xeckoäe sntigue äsxravee en pierres firies sie. l.zur.st-rlsr. l-onäre» 17^4. svl.f) S- geschnittene Steine,ff) S. iVleworie äezlj Inraxlistori mo-äsrni. In l.ieoen» 17:4. 4, p, 1:1.
Oicics Werk, in welchem man dieineisten Nachrichten über die neuernSteinschneider findet, enthält erstlichdas Leben des Valerio Meentino ausdem Vasari abqedcukt; hernach dieGeschichte der neuern Steinschneider
aus des t^lzeiLire rr»«e Usz pierres ^rs-
vee« überstst: und endlich ziemlichweitiäuftigc Suppü'lneiitc und An-merkungen des Ucoersekers zu der Masnelusthen Abhandlung.