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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
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459
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zahl vorzüglicher Künstler in Steinund Stahl, davon Sior>, Bcrnaröi,Valsrio Belli, insgemein Val. Vi-cencino genannt, und Marreo OoNasiaro, Aless. Cesari und PierrvMac. da Pestis tue vorzüglichstenwaren. Die Arbeiten des Val. Vi-cenrino sind meistenthcils schöner,als die Antiken vom zweytcn Rang,und viele seiner Münzen und Steinenach antiker Art werden eben deswe-gen, weil sie zu schon sind, sür nach-gemachte, oder nachgeahmte Werkeerkannt.

In der zweytcn Halste des scchs-zchnten Jahrhunderts scheinet die An-zahl der guten Künstler in dieser Artin Italien abgenommen zu haben:doch verdienen Jac. von Treno undBirago, zwei) Maylandcr, die fürKonig Philipp II. in Spanien gear«beitet haben, genennt zu werden.Der Birago soll zuerst unternommenhaben, in Diamant zu schneiden.Damals fiengen auch deutsche Stein-ui'.d Stempclschneider unter deinKayser Rudolph dem U. an sich her-vorzuthun. Gandrart gedenkt zwar?ines L5>,gelharSs aus Nürnberg, derein Freund des Alb. Dürers soll ge-wesen scyn, als eines großen Künst-lers; aber er sagt zugleich, er habesich durch Petschafte hcrvorgethan.Unter Kayser Rudolf machte sichCaspar Lehmann berühmt, nachihm Christoph Schwaiger. Und ge-gen Ende des sechszehnten und An-fangs des siebenzehnten Jahrhun-derts fiengen auch in Frankreich ei-nige an, berühmt zu werden. VonCpldoree hat man einige schone Ko-pfe von Heinrich dem IV; und indem Cabinet des Herrn von Crozar,das itzt der Herzog von Orleans be«sist, ist ein Cameo von ihm, der denKopf der Konigin Elisabeth von Eng-land vorstellt, und von Mariette ge-rühmt wird. Auch wird ein Juliende Fonrena'y, Kammerdiener Hein-richs IV, gcncnnt; aber der eben

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erwähnte Schriftsteller halt ihn mitdem Coldorce für eine Person.

Ueberhaupt aber liefert das sieben-zehnre Jahrhundert wenig berühmteNamen der Steinschneider; hingegenhaben sich in demselben viel sehr guteStempclschneider hcrvorgethan. Inder ersten Hälfte desselben verdienen.XVarin "), dessen Köpfe von den Ko-nigen Ludwig XIII. und XIV. sehrschön sind, Thomas Simon >'), derunter Carl I. in England gearbeitethat, vorzüglich angemerkt zu werden.Von der andern Hälfte desselben bisauf unsre Zeit hat sich die Anzahlsehr guter Stempclschneider sehr ver-mehret.- Die Liedhadcr schätzen be-sonders die Alicen der Römer -Ha-merani H, (vst eicht Hammer, dennsie scheinen deutschen Ursprungs znseyn;) eines Joh. Crokers H, ausDrcßden, der in London Königl.Stcmpelschneider gewesen, eines Roc-tiers, eines Rarlsreen e) aus Schwe-den, dein man die Erfindung deserhabenen Stempels zuschreibt,eines Ra/munv Fal;k), der in Berlinunter Friedrich I. gelebt hat, undvorzüglich meines unlängst verstor-benen Landsmannes Hedlinger H.

Von den neuern Steinschneidernsind vorzüglichDorscb ausNürnbcrg,Llavio Sirlaro, Carlo Cosrauzi,Domenico ttanSi, Gortfr. Grafft,Jac. Guay, und vornehmlich Laur.Natter, bekannt.

Was

->) (s 167-.)

K) G, Vertue hat sein ganzes Werk im

I. l/;z. in Kupfer herausgegeben,c) S.übcr sie die Vorrede zu dem NcnThcil »on LochncrS Sammlung merk-würdiger Medaillen,s) «) (s »7-8.)

H Es ist nicht nur leichlec und sicherer,erhobene, als vertiefte Arbeit zu ma-chen; sondern wcnn man, wie oftgeschieht, die Fatalität hat, daß einStempel im Harten, oder ivährcndcmPrägen springt, so kann man, ver-mittelst des erhabenen Stempels, baldwieder einen andern vertieften prägen.O L) (t I77l.)