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4 (1794) [R - Z]
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net aber, daß die Liebhaberei) anStatuen, und die Kunst der Bearbei-tung derselben in Griechenland zuerstin einen vorzüglichen Kloo gekommenscy. Anfänglich wurden die verschie-denen Gottheiten in menschlicher Ge-walt gebildet, nachher die berühmte-ren Helden älterer Zeit, und endlich<.uch. kürzlich verstorbene und noch le-bende Menschen, die man dadurch«hren wollte, daß ihre Gestalt in-Statuen abgebildet und an öffentli-chen Orken aufgestellt wurde. DerGcschmakan Statuen derGottcrundMenschen nahm unter den Griechennach und nach sosehr überhand, daßnicht leicht eine andre Kunst mit demElfer und Aufwand getrieben wor-den, die man aufdie Bildhauerei) ge-wendet hat; so daß Griechenland zu-letzt nur einer unzählbaren Menge vonStatuen der Götter und Menschenangefüllt worden.

Die Römer scheinen in den ältcrnZeiten der Republik nur einen mäßi-ge» Gebrauch von Statuen der Göt-ter und verdienter Männer gemachtzu haben. Nachdem sie aber mit denGriechen naher bekannt worden, undZbeyGelegenheit verschiedener in Grie-tchenland gemachter Eroberungen vielgriechische Statuen nach Rom ge-bracht hatten, wurde auch die Lieb-habere,) an diesen Werken der Kunstllmählig lebhafter, und stieg sogarach und nach bis zu einer Art vonRaserei?; so daß ein alter Schrift«Heller sagt, man hätte zu einer Zeitmehr Statuen, als Einwohner, inRom zählen können. Allein da es hiernicht um historische Nachrichten vonden Statuen zu thun ist, so verwei-sen wir den Leser, der hierüber Un-terricht verlangt, auf das, was Pli-ins im zg Buch seiner Naturge-schichte hiervon sagt, und auf Win-kelmanus Geschichte der Kunst desAlterthums.

Unsrc Absicht sseht hier auf allge-nieine Betrachtungen über den Werth

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und Rang, den die Statuen unterandern Werken der Kunst behauptenkönnen, und über das Eigcnthnm-llche ihres Charakters

lieber ihren gottesdienstlichcn Ge-brauch haben wir hier nichts zu sa-gen. DieAbbildnng der Gottheirun-tee menschlicher Gestalt ist gegenwär-tig nach dem Maaß der Erkenntnißunter uns nicht mehr erträglich; undich fühle auch nicht den geringstenBeruf, dein Bilderdienst der imKa-lcnder stehenden Heiligen und Mär-tyrer das Won zu reden. Also wer-den sich unsrc Anmerkungen dlos aufden allgemeinen sittlichen, und aufden politische» Gebrauch dieser Werkeder Kunst einschränken.

Da die Statue ein Werk ist, dasschon beträchtlichen Aufwand crfo-dcrt *); so ist auch itzt der Gebrauchsehr eingeschränkt, kann aber ebendeswegen desto wichtiger werden.Wir halten es für unnöthig von Sta-tuen zu sprechen, die heidnische Gott-heiten, oder andre allegorische We-sen vorstellen. Diese letzten, könn-ten zwap wegen der geistreichen Er-findung und guten Ausführung ihrenWerth haben. Wenn man aber dieKostbarkeit eines solchen Werls be-denkt, so scheinen sie eben nicht sehrzu empfehlen zu seyn.

Der beste und edelste Gebrauch, dervon Statuen zu machen ist, besiehtohne Zweifel darin, daß sie zu öffent-licher Verehrung großer Verdienste

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') Eine Statue, die nicht viel über Le-bcnsg-bße und von Mein weiße» Mar,nwr ist, kann in einem lande, dosden Marmor nicht selbst hat, untcxfünf bis sechs lausend Tbaiern nicktwo! fettig gemach, und gcseyt werden.Ist sie von Erz, so sind die Köllennoch weit betrstchtlnckrr. Von schirch»ten, aus gerinacin Sandstein, undoben hin noch Antiken copirr, odersonst ohne Genie gemacht, diß manfür zwen bis dreübmidcr, Rchlr ba-den kann, ist kiec nicht die Rede,weil wlr sie für gar nicht» halten.