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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
451
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verratbci, *); so fühlen wir da eineungewöhnliche Starke'des Ausdruks.

Die Stärke liegt, wie die Größe,nicht in dem Wesentlichen der Dinge,sondern blos in der Menge gleicherTheile. Von der Größe ist sie darinunterschieden, daß sie die Menge ineinem engen Nanm vereiniget, dasie bey jener auseinander verbreitetist. Wenn man das Licht, das anseine große Flache, z. B. ans einenTisch fällt, durch ein geschliffenesGlas in einen weil enger» Raum zu-sammendrängt, so drhält man nichtmehr Licht, aber es wird starker.Also ist ein starker Gedanken der, derdurch wenig Haupibcgriffe eben soviel sagt, als gewöhnlicher Weisedurch viel Begriffe gesagt wird; einstarker Auödruk, wo ein Wort soviel sagt, als sonst mehrere sagenwürden; eine starke Empfindung, dieuns auf einmal so viel zu fühlengicbt, als eine andre nach und nachwürde gethan haben. Uebcrhanpt,was schnell eben so viel würkt, alsin längerer Zeit durch andere Mittelwäre bewürfe worden, wird in Ver-gleichung des letzter» stark genannt.

Ein Gedanken kann durch verschie-dene Mittel stark werden: blos durchdie Kürze des Ausdruks, wie das be-kannte suimus Broes. Durch Sinn-lichkeit, wenn man statt allgemeinerBegriffe, die man erst nach einigemNachdenken völlig fassen würde, be-sondere, den äußern Sinnen ver-nehmliche braucht. Wenn Tcrcnzsagen will, daß nur die äußersteNoch einen dahin bringen kann, ge-wissen Leuten zu schmeicheln, so sagter es stark, vermittelst eines sinnli-chen Bildes:

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,,U?enn Vu diesem sckmeickclnkannst, so Sackte ick, müßtest duauch Sein 25roV aus einem Leuerherausholen können." Auch wirdein Gedanken stark, wenn man anstatteines zwar vicibedeutenden, aberdurch den täglichen Gebrauch schon'zu bekannten und gleichsam abgenutz-ten Ausdruks, einen eben so viel, odermehr bedeutenden nimmt, der weni-ger geläufig ist, folglich die Aufmerk-samkeit auf das, was er sagt, schärft.Ein Veyspiel hicvon giebt folgendeStelle des Cicero, da er vom Berrcssagt: »Wir haben euch, ihr Dichter,nicht einen Dieb, sondern einenRäuber; nichteinen Ehebrecher, son-der» einen Bestürmet der Keuschheit:nicht einen Kirchenranbcr, sonderneinen Feind alles dessen, was heiligist;; nicht einen Meuchelmörder, son-dern den grausamsten Büttel derBürger und Bundesgenossen vor Ge-richte geführt Auch kau» einGedanken durch die Wendung., wo-durch er in ein besonderes Helles Lichtgeseht wird, stark werden. UnzähligeBcyspicle findet man hievon beynrShakespear, der hierin alle Dichrcrübertrifft. Als ein Bcyssicl kannaust) folgendes vom Cicero dienen.,.O! des Ansehens und der Würdedes römischen Volkes, die Königen,fremden Nationen und den entlegen-sten Völkern furchtbar ist! Dieser ausgedungenen Sclavcn, aus Bösewich-ten und aus Bettlern bestehende Häu-fe soll das römische Volk seyu s)!Ff 2 Ein

-) Lunucb. III. sc. 2.

") dton enim k-rein , kell ereowrem;non süulierum, leg expuAnziorem pa-cheia-s; n'on s,crUe^nln, lecilliceorum reliz;ianun>i>ue; nun ll a.rium, seü c, ucjeblllmum csrnMcem ci-vium sacioi'nmque in veitrui» jnäi»cium züüuximus. tZic. in Ver>cm.f) tZ speciem ll.^nirsrewqne ?c>p. It.gu»m , qunn nzrionrs exrerze,

gu»m xenrss ulnmie perumelcunri

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