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sondern vornehmlich, so oft sie rüh-ren, ooer überzeugen wollen.
Was insonderheit dieses letzte be-trifft, so giebt es eine Sprache derUeberzcugung, die mehr als alle Be-wcisthümer würkr. Der Redner magseine Beweise noch so schließend ma-chen, wenn ihm die Sprache der Ue-berzeugung fehlt, so ist alles, wascr sagt, vergeblich. Diese ist kurzund sehr einfach *). Nichts verrat!)hingegen eine zweifelhafte Sachemehr, und hindert folglich dieUebcr-zeuaung starker, als das gekünstelte,das gesuchte, das umschweifcnde inder Sprache.
Staffirung.
(Zeichnende Künste.)
Scheutet sowol in der Baukunst,als lahlerey, die Verzierung einerallenfalls ferrigen Sache, um ihr et-was mehr Leben oder Ansehen zuge-ben. Die Staffirung eines Zimmersist die Anbringung einiger Zicrra-then tc.
In der Mahlerey bedeutet dieE .affirung der Landschaften die Fi-guren , Statuen, Ruinen, die manallenfalls erst nachher darinnen mahlt.Weil zur Staffirung mehr Zeichnung,als zur Landschaft an steh gehört, sofindet man viele gute Landschaftmal),ler, die nicht im Stande sind, ihreStüke zu staffircn, daher ist dieStaffirung sehr oft von einem an-dern Mcisieb.
Die Staffirung ist bisweilen dasWichtigste in der Landschaft, wenig-stens kann es ihr einen großen Nach-druck geben. Wir haben aber das,was dabei) zu überlegen ist, schonan einem andern Orte naher be-rühret '*).
Miven, v. 472.
S. Landschaft IU TH. S.i-rS.
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(5) Von der Staffirung handeln, un-ter mchrcrn, G. L.aireste ( Im 6ic»,iZtcn, izten und iqten Kap. des sechstenBüches, im ?tcn u. f. Kap. des achtenBüches; und im oteu u. f. Kap. dcS cilf,ten Buches s. großen MahlerbuchcS.) —Be feiles (in f. Lourz che lleiur. psrprincipe5, S. l?9. AuSg. von -766.)— T. v. Hagedorn (In s. Be-tracht. über die Mahlerey, S. zz? undZ4S-) —' S. übrigens den Art. ^.anö,schaft.
Start; Starke.
(Schöne Künste.)
Es ist in den schonen Künsten nichtgenug, daß jedes Werk, oder jedesEinzele darin das sey, was es nachder Art und der Absteht ftyn soll:man muß auch versichert seyn, daßes die Würkung thue, die man er- jwartet. Es giebt Werke, an denen >der Verstand, oder die Critik nichtsauszusetzen findet, die aber der Ge-schmak wenig achtet, weil sie gar ge- !ringen Emdruk machen: sie sindschwach. Starke schreibet man demzu, dessen Würkung vorzüglich groß jist. Ein starker Gedanken ist der,den wir nicht nur Mit voll er Klarheitfassen, sondern der so vorzüglich aufdie Vorstellungskraft würket, daß !wir ihn mit ungewöhnlicher Lebhaf-tigkeit, als etwas, das uns gleich-sam erschüttert, empfinden, oder füh-len. Daher pflegt man auch von derStarke der Wahrheck zu sagen, manfühle sie, man könne sie mir Hände»greifen. Wenn jemand sagt: ichbin ehrlich und halte Treu undGlauben, so ve-stchcn wir sehr klar,was er sagt, finden aber in dieserVersicherung nichts, das eine vor-zügliche Kraft auf uns hätte; wennaber Shakcspcar einen sagen läßt:noch habe ich nie mein gegebene» I)lvort gebrochen, mit? würde selbstSen Teufel seinem Gesellen mchl' ver«