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schesMer *)." Dies ist Spott. Dennunter dem Schein, das vorgegebeneAlter des Weines zu bestätigen, sagter gerade daS Gegencheil, um denWirch desto lächerlicher zn machen.
Der Spott ist demnach eine be-sondere Art des Scherzes, der ausZivcydeuligkctt entsteht. Man gicbtBcyfal! oder Lob, wo man tadelnwill ; man stellt sich ernsthaft, womau lachen, dumm, wo man witzigsepn will. Es ist aber von vielerlei)Arr, ober Kraft. Der gemäßigteSpott, der ohne ernstlichere Absich-ten blos zur Belustigung dienet, umernsthaften Geschafften und Unterre-dungen etwas fröhliches zu geben.Er bewürfe blos ein sanftes Lächeln,und warnet die, gegen welche er ge-richtet ist, mehr freundschaftlich, alsdrohend. Dergleichen mischte So-trares sthr häufig in seine Gespräche,indem er sich stellte, als ob er denen,die er belehren wollte, in ihren ganzunrichtigen Begriffen völlig beypflich-tetei Diesem ist auch die Verstellungähnlich, die den Fabulistcn und an-dern Erzählern gewöhnlich ist, wennsie ihre Schalkheit und Lust zu tadelnunrcr einem Ton der treuherzigen Ein-falt vei steten, wovon man bald injeder Fabel des La Fontaine Bey-spielc findet.
Lustig ist der Spott, wenn manblos scherzet, ohne beleidigen zu wol-len. Als Cicero seinen Schwieger-sohn Lentulus, der ein kleiner Mannwar, mit einem großen Degen auder Seite sah, fragte er: IDev magmeinen Schwiegersohn an diesGch'werc angebunden Habens lie-ber solchen Spott, besonders wenndie Sache etwas übertrieben ist, undman merkt , daß es auf keine würk-liche Beschimpfung abgesehen ist,lacht allenfalls der, den er trifft, auchnoch mit.
^ Lene ferc »etiirsm. klacrob. Lu. l.. II.
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Sobald man aber die Absicht hak,wärklich zu beleidigen, Personen undSachen verächtlich zu machen, wirdder Spott schon beißend, auch wolbitter, wenn man gewahr wird, daßder Sportende etwas aufgebracht ist.
Fein ist der Spott, wenn die Ver-stellung , die immer bcy dein Spot-tenden ist, höchst natürlich undwahrscheinlich ist, so daß nur etwasScharfsinnigere sie entdeken; oderwenn derHaupöbegriff, darin eigent-lich die Zweideutigkeit liegt, ohneScharfsinn nicht zu merken ist. Fro-stig aber, oder stumpf ist er, wenner nicht trifft, oder nicht haftet: wenndas, was man damit lächerlich oderverächtlich macheu will, es nicht ist,oder sich doch durch den Spott nichtso zeiget.
Da das blos belustigende Spottenzum Scherz gehört, von dem wir ge-sprochen haben: so betrachten wirhier olos den beißenden Spott, derernstliche Absichten hat.
Menschen von einigem Gefühl istnichts schmerzhafter lind unerträgli-cher, als sich verachtet zu sehen.Wer sich sonst für nichts mehr fürch-tet, hat doch noch Scheu für dieGefahr, verachtet und verlacht zuwerden. Daher ist die Verachtungeine der empfindlichsten Strafen, wo-mit man drohen, oder würklich züch-tigen kann. Ist aber an einem Ngr-ren, oder Bösewicht gar nichts mehrzu bessern: so ist dft Verachtung undBeschimpfung, der er ausgesetztwird, doch eine heilsame Warnungfür andere.
Nun ist schwerlich irgend ein Mit-tel, einen Menschen, der es verdie-net, der Verachtung lebhafter auszu-setzen, als der Spott. Wer die Ga-be zu spotten in einem etwas beträcht-lichen Grade hat, kann Narren undBösewichten! sehr furchtbar werde».Darum gehört sie auch unter dieschätzbaren Talente der Redner undDichter, zugleich aber unter die ge-fähr-