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denen die Natur vorzüglich vor denMännern eine schöne und dauerndeStimme gegeben hat^ sollte dieseWahrheit eine Anreizung seyn, sichim Singen zu üben, und ihrem Ge-schlechte dadurch eine der größtenZierden zu geben. Die einsamen undstillen Verrichtungen, die daö Frauen-zimmer hat, sind ihnen zum Singenso bequem, daß man glauben sollte,der Schöpfer harte ihnen darum ei-ne so schöne Stimme gegeben, weilsie die Bequemlichkeit haben, sie zuüben und zu nutzen. Wie angenehmkann sich ein Frauenzimmer einerganzen Gesellschaft durch ein einzigesLied machen, das sie mit Anstandund einer mäßigen Geschiklichkcitsingt? Wie leicht vergißt mau beymschonen Gesang, daß die Sängerinnicht schön ist; und wie leicht kannsie dadurch sich eine ganze Gesellschaftunterwürfig machen? Ein Lied vonder Tugend, von den Glüksiligkeitendes hauslichen Lebens, von der Freu-de, die aus reinen Duellen entspringt,u. d. gl. aus dem Munde eines tu-gendhaften Frauenzimmers würdeaufmanchcn Menschen mehr würkcn,als die gutgemeintesten Warnungen,Vermahnungen und Lehren.
Das Singen hat auch noch denNutzen, daß man die Worte, die mansingt, weit eher behält, als die manblos liest; denn durch das Singendringen die Worte desto tiefer insHerz: daher die Alten alle ihre Leh-ren und Tugendfprüche in Versebrachten, und sie sangen. Uebcr-hauot war bei) den Alten das Sin-gen in großem Ansehen; ihre größtenFesttage wurden mit Singen zuge.bracht.
Von dem Singen, und zwar von demChoral- und Liguralgcsang zugleich,Hameln in lateinischer Sprache:»äit.Vollieius, oderZbolliclus (Opusaureum teluticae csllißsriit. cle Lire-
gorisns er irZursrlvs srque Contra-puntto tlmplici . . . Colon. izoi.q.Curer. 15IZ. 4. Auch so !i der Verf.noch ein Lncdiriciion Ktutiec«, IMdln-tlirurionea vluiic. geschrieben haben.)>— Glin. a Ctuercn, oder van derEicken (Llputc. chtuiic. . . rle Cre.gorisns cc iigarsrivs stalle conrrs-puntto iimplici . . . Vicn. 1509. 4,Csnstzh. >516.4.) — Uüencesl. phl-lomathes de novo Domo ober L?eu-haust, (lüdet. . . öe regimine utriuz-qus csnrus et inoclo csncsnsti, lüpf,i ;>8. 3. In lat. Versen. Compea-cüum tolullees, LViricd. 1554.8.) —»Geb. von Desitin (Cputc. urriusquedstuiic. rsm cdorslis qusm crism inen-turslis .... Crsc. 15 ,9. 4.) —Dernh. .Bogentan5 ( ILuäim. nrrius-que Csncus, Colon. 1528.) — tbam-padius (Compencl. dtulicer rsm tigu-rsr! cznsm plsni csnruz, scl tormsmclislogi .... IZcrn. 15Z9. 8.) —^:er. LNlelzeliuZ (Compenä. dtutieczrsm cliorslie gasm tlgursl!»' ....ltsmd. 1660. 8. Deutsch und lat. inFrag» und Antwort.) In italie-nischer Sprache: Hier. Aaron (Dom-penstiolv ei! molri ciuddz, le»rcci etenren^e inrorno sl esnc» terms e b-gursro . . . Ich!. (1516.) 8- bat. sehrverändert, von Ant. Flaminio, Von.>5:6. g. Das Werk ist in sThciic abgc-theilt, wovon der erste vom Choral - herzweytc vom Figuralgesang hantelt.) —Angel, da Piccüono (knor sn^elic»öi Klalles . . . V!n. 1547. 4. In sBachern.) —> Vinc. Ä.usirano (In-trostu2. tscililtims e novÜtmis <ti(Isars tcrmo etiAursro, Lionrrspuntoetc. it»m. I55Z. Ven. 1561.4.) —Aöriano Danchieri (Csrrell» mutic.clel Csnro tlgursro, terino e Conrrs-puntn, Ven, 1614. 4. Ist bereits diezte Ausg.)— Simone Zappa (kc-golscrc sei Csnro terms e ilgursroVen.) — — In spanischer und por-tugiesischer Sprache: LiZ. Mart. deUseargui (rtrce Ne Csnro CIsno, con-rrsjzuucv 7 cie CrZsuo, Lsrsg. 1510.8
Agosi.