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tcn, als wenn sie blos zur Ucbung fürKrnner, und zugleich zur Ergetzungfür einige Liebhaber aufgeführt werde.Beyde Gesichtspunkte crfodcrn fürdie zur Cammermusik gesetzten Ton-stüke, ein ibnen eigenes Gepräge, vonweichem Kunstverständige bisweilenunter dem Namen deS Cammersnlssprechen.
Ha die Cammermusik für Kennerund Liebhaber ist, fo können die Stü-ke gelehrter und künstlicher gesetztseyn, als die zum öffentlichen Ge-brauch bestimmt sind, wo alleS mehreinfach und kantabel seyn musi, da-mit jedermann es fasse. Auch wirdin der Kirche und auf der Schaubüh-ne manches überhört, und der Se-tzer hat nicht allemal nötbig, jedeneinzeln Ton, auch in den Nebenstim-uien so genau abzumessen; hingegenin der Cammcrmusik musi, da we-gen der geringen Besetzung und we-gen der wenigen Stimmen, jedes ein-zelne fühlbar wird, alleS weit ge-nauer überlegt werden. Ueberhaupt«lfo wird in der öffentlichen Musik,wo man allemal einen bestimmtenZwek hat, mehr darauf zu sehen sepn,daß der AuSdruk auf die cinfachcsteund sicherste Weise erhalten werde;und in der Cammermusik wird mansich deS äußerst reinen SatzeS, cinesfeinern AnSdrukS und künstlichererWendungen bedienen müssen. Die-ses widerspricht einigermaßen derallgemeinen Maxime, daß man inKirchensachcn ungemein scharf undgenau im Satz seyn müsse, und hin-gegen in so genannten galanten Sa-chen, wozu man die Musik deS Thea-ters, und auch die Concerte rechnet,eS nicht so genau nehmen dürfe.
Weil die Cammermusik nicht sodurchdringend seyn darf als die Kir-chenmusik, so werden die Instrumen-te dazu auch insgemein etwas weni-ger hochgestimmt; daher wird derdainmerroi, von dem Lhovton. un-terschieden.
C a n 0 n.
(Musik.)
)n derMusik der alten Griechen be-deutete dieses Wort daS, waS manitzt ein Monochord nennt, nämlicheine gespannte Sayte, auf einemBrete, worauf die Länge der Sayteso eingetheilt war, daß man leichtalle gebräuchliche Intervalle daraufhaben konnte *).
Gegenwärtig bedeutet cS cinzwey-oder mehrstimmiges Tonstük, darinneine Parthic oder Stimme, nach derandern eintritt, und denselben Satz,oder dasselbe Thema, höher oder tie-fer singt, und beständig wiederholt,dergestalt, daß ein solcher Gesangnie zu Ende kommt, sondern so langefortgesetzt werden kann, als manwill, wie auS folgendem Bcyspicl zusehen ist:
Dieser Canon ist zweystimmig; derAlt fangt den Gesang an; einen Taktspäter, und eine Quarte höher, fangtder Discant denselben Gesang an.Nach dem achten Takt wi dcrholtjede Stimme ihren Gesang, und sosingt der Discant beständig die Melo-die des AltS einen Takt ft atcr und ei-ne Quarre höher, so lange, fliS manEe 5 will,
S. Monochord.