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monie beruhet, auch noch die übri-gen zur völligen Harmonie gehörigenTöne anschlagt, wie auf Orgeln,Clavicreu und Harfen geschieht.
Durch die gute Begleitung erhaltalso ein Tonsiük seine wahre Voll-kommenheit; so wie es durch eineschlechte alle Schönheit verlierenkann. Der Tonsetzer schreibt jederbegleitenden Stimme alles, was ihrzukommt, vor; nur in dem Gene-ralbaß wird blos das Wesentlichsteangezciget, vieles aber der Ueberle-gung des Spielers überlassen; weiles nicht möglich ist, ihm jeden Tonzur Harmonie vorzuschreiben, ohneseine ganze Parthie zu verwirr?».
Was der Tonsctzer in Absicht aufdie begleitenden Stimmen bei) demSatze selbst zu beobachten hat, ge-hört nicht hiehcr, und ist an den Or-ten, wo die Regeln des Satzes cnt-tvikeit worden sind, zu finden. DieRede ist hier blos von dem, was die-jenigen zu beobachten haben, wel-chen die begleitenden Stimmen zurAusführung aufgetragen sind. Die-sen sind (den Generalbassisten ausge-nommen) alle Töne, die sie zu spie-len haben, genau vorgeschrieben; alsokömmt es bey ihrer Begleitung blosauf eine wvl überlegte -Ausführung- des vorgeschriebenen an.
Aber auch dazu wird so viel Ge-schmak und Ueberlegung erfodert,daß der vollkommene Begleiter alle-mal den Namen eines Virtuosenverdienet. Er muß die Natur, undin jedem Falle die besondre Beschaf-fenheit des Instruments, oder derSumme, welche die Hauptparthiehat, vollkommen kennen; denn dar-nach muß er sein Instrument zustim-men, und jeden Ton auf demsel-ben zu tempcriren, auch jede Notein der erfoherlichen Starke anzuge-ben wissen.
Des Takts muß er so vollkommenMeister seyn, daß er sich mit dergrößten Leichtigkeit allzeit nach der
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Hauptstimme richtet, auch da, w»diese etwa fehlet; weil durch klugesNachgeben der begleitenden Stim-men die Fehler selbst ziemlich bedektwerden können.
Er muß so viel Geschmak haben,daß er,'jede Schönheit der Melodiefühlt, und die Absichten des Setzersbey jeder Note erkennt; denn nuralsdcun kann er bcurtheilen, wasseine Töne eigentlich zur Schönheitdes Ganzen beytragen, und mit wel-chem Nachdruk oder welcher Leichtig-keit er jeden angeben soll, wo er dieTöne der Hauptstimme unterstützen,oder selbigen blos zur Schattiruugdienen soll.
Es ist ein großes Vornrtheil, zuglauben, daß jeder gemeiner Spielergeschikt genug sey, eine begleitendeStimme zu führen. Aus dem ange-führten ist offenbar, daß dazu Leuteerfodert werden, die weit mehr ver-stehen müssen, als Noten lesen undNoten treffen. Dennoch herrschtdas berührte Vornrtheil so sehr, daßeine gute Begleitung eine eben so sel-tene Sache ist, als eine in allen Stä-ken vollkommene Composirion.
Ein vollkommener Begleiter ist v iel-leicht eine weit seltnere Sache, alsein vollkommener Solospieler, Daman also nur selten voraus setzenkann, daß die Begleiter aus eignerEinsicht und aus Gefühl, was ihnenoblieget, in Acht nehmen, so ist we-nigstens darauf zu dringen, daß sievorsichng genug werden, nichts zuverderben.
Davor können sie sich am sicher-sten verwahren, wenn sie sich genauan dem halten, was der Tonsetzecihrer Parthie vorgeschrieben hat:wenn sie nichts dazu thun, undnichts davon weglassen. Sie müs-sen sich dieses tief einprägen, daß siemit ihren Stimmen weder herrschen,noch sich hervor thun, sondern derHauptstimne dienen sollen. Siethun am besten, sich, aller Manieren,