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ncn Werken insgemein vorgesetztwird, heißt es: er setz ein Zeitvcr-wandtcr des Pindars gewesen, undin der 40 Olympias gebohren. Soviel ist gewiß, daß er zur Zeit desersten persischen Krieges gelebt, undals ein tapferer Bürger Hey Mara-thon für das Vaterland gefochtcnhat. Daß er ein Mann von erha-benem Much, von einer freyen undkühnen Denkart gewesen, laßt sichaus seinen Werken nicht undeutlichschließen. Nach seinem eigenen Vor-geben ") ist er durch einen Traumermuntert worden, ein tragischerDichter zu werden; denn als er be>)Bewachung eines Weinberges einge-schlafen, hat ihm Bacchus im Traumbefohlen, Trauerspiele zu schreiben.
Von seinen Trauerspielen sind sie-ben ganz übrig geblieben. In allenherrscht, nach dem Geständnis alleralten und neuen Kunstrichter, eineungewöhnliche Große der Schreibartund der Gedanken. Phrpnicdusuennt ihn
vvT-o-T'ov, und damit kommen dic Ur-thcile des -Hora; und (Uuintiliansuberein. Erstercr sagt von ihm:
llr ciocuic msgnumgue Ingul nirl.
gue corburno **).
5md dieser urthcilt, er sei) lublimlset Al'.ivis vt snöilogllUK lsepsusquc- all Vitium Es scheinet,er habe sich in seinen Trauerspielenzur Regel vorgeschrieben, was erdem Prometheus in den Mund legt:
Sein AuSdruk ist neu, kühn, vollungewöhnlicher Metaphern, und er-fodcrt eine starke und volle Stimme.Er kömmt darin unter allen Griechender Kühnheit der morgcnländischcnSprachen am nächsten. Seine Aus-
*) Unukln, in /^rtic.
") lle 280.
Initik. 0v->r. I.. X. ,s) Die Rede» sind voll Ro-
heit und dreister Zuversichtlichkcit.'
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drükc siud weder von dem Wiz nochvon der Uebcrlegung gewählt; son-dern von der Empfindung eingege-ben. Er sucht vielmehr das Ohrmit starken Schlagen zu erschüttern,als ihm mit sanften Tönen zu schmei-cheln.
Alle seine Trauerspiele sind in demPlan sehr einfach, vielweniger ausWahl, als aus der Gewohnheit sei-ner Zeit: wenig Handlung und mas-sige Verwiklungen: bisweilen hater außer dem Chor nur drei) redendePersonen. Mit diesen wenigen An-stalten reizet er die Aufmerksamkeit,und unterhält sie vom Anfang biszum Ende. Man wird weder imAuftritt auf die Bühne, noch imWeggehen von derselben, den gering-sten Zwang wahrnehmen: alles ge-schieht auf die natürlichste und ein-facheste Weise. Da die Menge derBegebenheiten uns nicht zerstreuet;so wenden wir alle Aufmerksamkeitauf die Personen.
Die Reden derselben sind allezeitgroß und kühn. Man wird seltendenken, daß die Personen in ihrenUmstanden und nach ihren Charak-teren anders hätten reden können.Jedes Wort dienet uns für oder ge-gen sie, nach der Absicht des Dich-ters, einzunehmen: darum verfehlter seinen Endzwck niemal, und zei-get sich als den stärksten Redner.Er laßt uns im Gilten und Bösen,nach der Moral seinerZeit, nur großeCharaktere sehen: das zärtliche undsanft reizende hat er entweder garnicht gckennt, oder zum Trauerspielnicht für schicklich gehalten. Dochkann man vcrmuthen, daß er imStande gewesen wäre, ihm eineneben so Hoheit Schwung zu geben,als Shakespear unter den Neuern ge-than hat. Von Liebe ist keine Spuhrin seinen Werken: er wollte nurSchrekcn und Bewunderung crwekcn.Die diesen Dichter nicht kennen, mö-gen