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Aus den Memoiren des Herrn von Schnabelewopsky
Entstehung
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sehen. Man hatte letztere halb nackt am Fenster erblickt; und unsere Hausmagd,die mir gram war und von der Wirtin zur roten Kuh über dieses Ereignis befragtworden, erzählte, daß sie selber gesehen, wie Myfrau mir in meinem Schlaf-zimmer einen nächtlichen Besuch abgestattet.

Ich kann nicht ohne gewaltigen Kummer an dieses Ereignis denken. Welchefürchterliche Folgen !

Dreizehntes Kapitel.

Wäre die Wirtin zur roten Kuh eine Italienerin gewesen, so hätte sie viel-leicht mein Essen vergiftet; da sie aber eine Holländerin war, so schickte sie mirsehr schlechtes Essen. Schon des anderen Mittags erduldeten wir die Folgenihres weiblichen Unwillens. Das erste Gericht war: keine Suppe. Das warschrecklich, besonders für einen wohlerzogenen Menschen wie ich, der von Jugendauf alle Tage Suppe gegessen, der sich bis jetzt gar keine Welt denken konnte,wo nicht des Morgens die Sonne auf geht und des Mittags die Suppe auf getragenwird. Das zweite Gericht bestand aus Rindfleisch, welches kalt und hart warwie Myrons Kuh. Drittens kam ein Schellfisch, der aus dem Halse roch wie einMensch. Viertens kam ein großes Huhn, das, weit entfernt, unseren Hungerstillen zu wollen, so mager und abgezehrt aussah, als ob es selber Hunger hätte,so daß man fast vor Mitleid nichts davon essen konnte.

Und nun, kleiner Simson, rief der dicke Driksen,glaubst du noch anGott? Ist das Gerechtigkeit? Die Frau Bandagistin besucht den Schnabele-wopski in der dunkeln Nacht, und wir müssen dafür schlecht essen am hellen,lichten Tag?

0 Gott! Gott! seufzte der Kleine, gar verdrießlich wegen solcher atheistischerAusbrüche und vielleicht auch wegen des schlechten Essens. Seine Verdrießlich-keit stieg, als auch der lange Vanpitter seine Witze gegen die Anthropomorphistenlosließ und die Ägypter lobte, die einst Ochsen und Zwiebel verehrten: dennerstere, wenn sie gebraten, und letztere, wenn sie gestovt, schmeckten ganz göttlich.

Des kleinen Simsons Gemüt wurde aber durch solche Spöttereien immerbitterer gestimmt, und er schloß endlich folgendermaßen seine Apologie des

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