Druckschrift 
Aus den Memoiren des Herrn von Schnabelewopsky
Entstehung
Seite
76
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Vierzehntes Kapitel.

Diese Szene hatte mich furchtbar erschüttert. Gegen das Weib aber, dasmittelbar solches Unglück verursacht, wandte sich der ganze Ungestüm meinerEmpfindungen; das Herz voll Zorn und Kummer stürmte ich nach dem rotenOchsen.

Ungeheid r, warum hast du keine Suppe geschickt? Dieses waren dieWorte, womit ich die erbleichende Wirtin anredete, als ich sie in der Kücheantraf. Das Porzellan auf dem Kamme zitterte bei dem Tone meiner Stimme.Ich war so entsetzlich, wie der Mensch es nur immer sein kann, wenn er keineSuppe gegessen und sein bester Freund einen Stich in die Lunge bekommen.

Ungeheuer, warum hast du keine Suppe geschickt? Diese Worte wieder-holte ich, während das. schuldbewußte Weib starr und sprachlos vor mir stand.Endlich aber, wie aus geöffneten Schleusen, stürzten aus ihren Augen die Tränen.Sie überschwemmten ihr ganzes Antlitz und tröpfelten bis in den Kanal ihres76