Zusatz IS» (zu S. 65).
So sinnreich die von Elic de Beaumont aufgestellten An-sichten auch sein mögen, und so geschickt er sie mit guten Beob-achtungen in Verbindung zu bringen gewußt hat; so dürften siedoch bei gründlicherer Erörterung bedeutender Modisicationcn fähigerscheinend Es kann hier der Ort nicht sein, auf diesen Gegenstandnaher einzugehen.
Zusatz II (zu S. 70).
Unzweifelhaft gehört die Emporhcbung des Jorullo zu einemder großartigsten vulcanischen Ereignisse der geschichtlichen Zeit. Beider folgenden kurzen Beschreibung dieses Ereignisses bin ich derDarstellung von v. Humboldt, der deu Vulcan und die Umge-gend desselben bereiset und genau untersucht hat, gefolgt.
v. Humboldt macht auf die merkwürdige Thatsache aufmerk-sam, daß alle Spitzen der Cordillercn von Anahuac, die sich überdie Schneelinie erheben, in einer schmalen Zone zwischen 18° 59^und 19° 1B nördlicher Breite liegen, und daß die Richtung dieserZone fast senkrecht auf der Richtung des Haupt-Gebirgszuges steht.In dieser Zone liegen von Westen nach Osten die großen Vulcancvon Orizaba (Eitlaltepetl), die beiden von Pucbla (Popocatcpctlund Nevado de Toluca), der Pic von Tancitaro, der Vulcan vonColima. Zwischen deu wirklichen Vulcancn dieser Linie stehen an-dere Bergspitzen, deren Form und die Natur ihrer Gcstciuc denvulcanischen Ursprung nicht verkennen laßt. In der westlichen Ver-längerung dieser vulcanischen Linie tauchen die kleinen Inseln vonNevillagigedo aus dem Meere, in deren Gewässern man Bimsteincauf der See schwimmend gefunden hat. Aus diesen Verhältnissenfolgert v. Humboldt die Wahrscheinlichkeit, daß sick in der Tiefeder Erdrinde in der Linie der genannten Vulcane eine Spalte be-finde, die sich in einer Länge von 150 Meilen quer durch den Con-tincnt bis zu der genannten Inselgruppe erstrecke.
Auf dieser vulcanischen Linie liegt nun auch, 36 Meilen vonder Meeresküste und 42 Meilen von andern Vulcancn abstehend,fast in der Mitte zwischen der Stadt Mexico und dem stillenOccan, die große Ebene von Aguasarco, 2400 bis 2500 par. Fußüber dem Meere, die durch ihren Baumwollenbau berühmt ist.Die Haupt-Gcbirgsschichten bestehen hier aus Porphyr und Grün-stem, auf welchen sich hohe, fruchtbare Basaltkegel erheben. Trotzdieser sichern Anzeichen einer frühem vulcanischen Thätigkcit, wardie Gegend frei von neuern Eruptionen geblieben. Im Juni 1759hörte man das erste unterirdische Geräusch, das sich bald zu demschrecklichsten, mit Erdstößen begleiteten, Gebrülle steigerte, undzwei Monate lang andauerte. In der Nacht vom 28. zum 29.September wurde dieses Getöse so furchtbar stark, daß die Bewoh-ner vor Schrecken auf die Gebirge von Aguasarco flüchteten. In