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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
Seite
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Zusatz !> (zu S- 6Z).

Die Kohlenfelder im Flötzgebirge kommen sehr häufig vor;kaum gibt es ein Land von einiger Ausdehnung, das nicht, wennes mit Flötzgebirgcn bedeckt ist, auch in ihnen Kohlen-Ablagerun-gen enthielte. Da man jedoch in den meisten Ländern erst vornoch nicht langer Zeit angefangen hat, die Kohlen zu gewinnenund zu benutzen; so müssen noch sehr viele Kohlcnfclder, selbst incultivirten Landstrichen, unentdeckt geblieben sein. Dieses häufigeVorkommen der Kohlen-Ablagerungen scheint mir die Entstchungs-weise, welche Buckland andeutet, und welche er mit der Art ver-gleicht, wie das Treibholz sich aus den gegenwärtigen WäldernAmcrika's in den Meerbusen der großen Ströme dieses (Kontinents,besonders in dem Meerbusen des Mississippi und des Mackcnzieflus-ses aufhäuft, auszuschließen. Meine eigene Ansicht habe ich schonoben mitgethcilt. Die Kohlen-Ablagerungen im Tertiär-Gebirgenehmen den Charactcr der Braunkohle an. In ihr sind die Pflan-zentheilc weniger mincralisirt worden, und zeigen oft noch sehr deut-lich ihre ganze frühere Structur. Auch die Braunkohlenlager sindsehr weit verbreitet. In unfern Gegenden ziehen sich Lager vonBraunkohlen aus den Gegenden von Aachen bis nach Bonn amRheine hin, wo sie in Schichten von IVO' Mächtigkeit vorkommen.Auf dem rechten Rheinufer erstrecken sich die Braunkohlenlager vomSicbcngebirge und von Linz aus bis tick in die Wetterau und denWesterwald hinein. Weiter östlich treten sie wieder im Habichtswaldeund am Meisner auf. In dem thüringischen Becken kommen siebei Artern, und in den Saalgegcnden bei Dörrenberg und Hallein mächtigen Lagern vor. Am Rhein und in den Gegenden vonCassel sind sie an vielen Stellen von Basalt und Trachyt durch-brochen und überdeckt worden. Sic liegen gewöhnlich auf Schich-ten von zähem Thon und werden von mächtigen Sandmassen über-deckt. Sic schließen eine ungeheure Menge von Pflanzcnstosfen ein.Große Holzstämme kommen sehr häufig in ihnen vor. Zu denBildungen der historischen Zeit gehören die Pflanzenlager in denUrwäldern der heißen Zone, die sogenannten untermcerischen Wäl-der und die Torflager.

Ein zweites Mineral, welches ebenfalls wegen seines häufigenVorkommens, und weil es alle Formationen der gesammten Erd-bildung begleitet, Merkwürdigkeit hat, ist das Eisenerz. Auf denHöhen des mährischen Gebirges wird verwitterter Grünstem in Hoch-öfen verhüttet- Die Gänge in den Ur- und Uebcrgangsgebirgenenthalten unermeßliche Ablagerungen von Eisenerzen, die'oft ganzeBerge bilden. In der Kohlengruppc kommen Eisenerze in Flötzenals Thoncisenstein vor. Im Tertiär-Gebirge sind die meisten Thon-lager stark eisenhaltig. In Torfmooren finden sich kohlensaure Ei-sen-Oridulc und phosphorsaure Eisen-Oryde sehr häufig. Und inSumpfgegenden bildet sich der Raseneiscnstein noch unter unsernAugen.