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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
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sind bei weitem die zuverlässigsten, weil die meisten störenden Um-stände dabei möglichste Berücksichtigung gefunden haben. Daswahrscheinlichste Mittel aus allen Beobachtungen gibt für 144' par.Tieft eine Tempcraturzunahme von 1" Ii.

Seit dem Jahre 1815 sind in England sehr viele Beobachtun-gen angestellt worden, »r. Forbes beobachtete in sechs Grubenin Eornwallis, deren Tieft von 550' bis >400' engl, in die Erdehinab reichte. Das Mittel aus seinen Beobachtungen gibt eineTieft von 132' par. für jeden Grad Ii. Wärmezunahme. (Hier-nach ist die Angabe in der Tabelle S. 10 zu verbessern.» Fastgleichzeitig wurden in den Gruben von Eornwallis vielfache Beobach-tungen von R. W. For angestellt, welche zu demselben Endresul-tate führten. Robert Bald beobachtete die Temperatur in siebenKohlengruben in Durham, Northumbcrlanv und Staffordshirc,die von 450 bis 1200' engl. Tieft riechten. Er fand im Mittelfür 107' par. Tiefe eine Wärmezunahmc von 1° Ii. Phillipsfand später bei seinen Beobachtungen in den Kohlengruben vonNewcastle für 120' par. eine Temperaturerhöhung von I" Ii.

Im Jahre 1806 stellte d'Aubuisson Temperaturbcobach-tungcn in den beiden Gruben Poullaoucn und Huelgoat in derBretagne, die bis zu 734' par. in die Tieft reichen, an, und fandfür 146' par. eine Wärmezunahmc von 1° Ii.

Die Beobachtungen preußischer Bcrgbeamtcn wurden in denJahren 1828 bis 1831 mit großer Vorsicht und Umsicht in eilfGruben in Schlesien, Brandenburg, in Sachsen, in Westphalcnund in der Rheinprovinz angestellt. Die Beobachtungen reichen imMittel nur bis zu einer Tiefe von 350' par., welche geringe Tieftdie Ursache sein mag, daß die Wärmezunahmc von 200' Tieftauf jeden Grad Ii. hier verhältnißmäßig sich so gering ergab.

Nach den Beobachtungen von von Humboldt nimmt dieWärme in mehreren Gruben von Mexico schon bei 70' par. Tieftum I ° Ii. zu. In einer Grube von Peru fand derselbe ebenfallseine sehr hohe Temperatur.

In den letztern Jahren hat sich Gelegenheit ergeben, die Tem-peratur von tiefen Bohrlöchern zu untersuchen. Die Temperaturdes 655' tiefen Bohrlochs zu Rüdersdorf bei Berlin fand Mag-nus zu 15°,9 Ii., so daß dasselbe, die mittlere Temperatur derLuft zu 7°,6 Ii. angenommen, eine Wärmczunahme für jede 80'Tiefe von 1° Ii. nachweiset. Das Bohrloch zu Ncusalzwerk beiMinden hatte Ende September 1839 eine Tiefe von 1435' par.erreicht, und die ausfließende Soole zeigte eine Temperatur von18°,5 Ii. Die mittlere Temperatur der Gegend kann höchstens zu8°,5 Ii. angenommen werden, so daß diese Wasser eine Tempcra-turzunahme von 1° Ii. für 144' Fuß Tiefe andeuten. DasBohrloch zu Grenelle bei Paris hatte Anfangs Juni 1839 eineTiefe von 1436' par. erreicht. Als dasselbe die Tieft von 920'erreicht hatte, bestimmte Arago die Temperatur zu 22°,2 E.,während die mittlere Temperatur in Paris 10°,6 L. beträgt. Die