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Die Alpen sind reich an Thermen. In der Schweiz findensich die warmen Quellen zu St. Gervaise am Montblanc mit27 bis 29°, Pfäffers mit 39°,5, Qx les bnin8 mit 36 bis 37°,Lcuk mit 29 bis 41° Wärme. In Tyrol finden sich nach Enne-moser 26 Thermen, deren Temperatur bis auf 18° ansteigt. InSteycrmark haben die Bäder zu Tyffer und Neuhaus eine Wärmevon 27 bis 39°. In Kärnthen hat das Villachcr Bad 21 ° Wärme;in Krain kommen die, Bäder von Töplitza mit 29°,6 und vonMontefalcone mit 39°,5 Wärme vor.
Mähren, besonders aber Ungarn, Siebenbürgen, Slavonienund Croatien sind sehr reich an warmen Quellen, "deren Tempera-tur bis auf 59° I!. ansteigt.
Ich habe die warmen Quellen in den Ländern deutscher Zungeziemlich vollständig aufstellen wollen, um einen Maaßstab zu geben,wie häufig die Thermen vorkommen. Denn in andern Ländernsind sie durchschnittlich eben so zahlreich, als in Deutschland ver-breitet. Die geringere oder größere geographische Breite scheint aufihr Vorkommen wenig Einfluß zu haben. Die warmen Quellenauf Island sind jedermann bekannt, und auch in den Eisfeldernvon Grönland fehlt es nicht an Thermen.
Zusatz S (zu S. 19).
Unter den ältern Schriftstellern scheint Kirch er der erste ge-wesen zu sein, welcher der höhern Temperatur im Innern der ErdeErwähnung thut. Er theilt in seinem öliinstns sudlerr-nwus, 1664,die Erfahrungen mit, auf welche ihn Bergleute in Ungarn auf-merksam gemacht hatten, daß die Gruben, besonders wenn sietrocken seien, um so wärmer sich zeigten, in je größere Tiefe sieeindringen. Boerhavc und Mairan stellten im Anfange des18. Jahrhunderts dieselbe Behauptung auf, ohne jedoch bestimmteZahlen mitzutheilen. Die ersten eigentlichen Beobachtungen überdie Temperatur im Innern der Erde wurden gegen die Mitte des18. Jahrhunderts angestellt.
Auf Veranlassung von Mairan wurde gegen 1749 von Gen-sane die Temperatur einer Grube bei Giromagnn im Elsaß beobach-tet, und für eine Tiefe von 1335' par. eine Tcmpcraturzunahmevon 13°,9 L., also für jede 129' par. — 1° Ii. Temperaturzu-nahmc gefunden.
Etwas später beobachtete Saussure die Tempcraturzunahmceiner 689' tiefen Grube bei Ber in der Schweiz, und fand dieWärmezunahme --- 7°,9 L., also für jede 198' par. ^ 1 ° Ii.
Sehr umfassende Beobachtungen wurden in verschiedenen Pe-rioden seit dem Jahre 1799 in den Gruben bei Freibcrg angestellt,nämlich in dem Jahre 1791 von Freiesleben und von vonHumboldt, im Jahre 1892 von d'Aubuisson, in den Jahren1895, 1896, 1897 und 1815 von von Trebra, endlich in denJahren 1829 bis 1832 von Reich. Diese letztern Beobachtungen