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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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Hunderts wieder zurücktrat. Der Fußboden des Tempels wird nochimmer, bei gewöhnlichem Wasserstande, vom Meere bedeckt. Esmuß sich also die Gegend von Pozzuoli im Laufe einiger Jahr-hunderte erst um mehr als IG gesenkt, längere Zeit diese niedrigeLage beibehalten, und dann fast um dieselbe Größe wieder gehobenhaben, und zwar muß diese Niveau-Veränderung so sanft vonstatten gegangen sein, daß die freistehenden Säulen ihre senkrechteStellung beibehalten konnten.

Die Erde empfängt Wärme von der Sonne, und gibt Wärmeab an die Atmosphäre, und vermittelst dieser und durch direkteAusstrahlung an den Weltraum. Wenn die Erde eben so vielWärme empfängt, als sie aussendet; so muß der Zustand des ther-mischen Gleichgewichts eintreten, welchem die Erde allerdings jetztsehr nahe steht, denselben aber noch nicht erreicht hat. Die nochthätigen Vulcane und die heißen Quellen bringen alljährlich einebedeutende Masse von Wärme zu Tage, die für die Erde verlorengeht. Die Glätschcr und Schnecmassen der hohen Gebirge schmelzendurch die Erdwärme von unten, für welchen Wärmevcrlust die Erdewiederum keinen Ersatz erhalten kann. Die mittlere Temperaturder Quellen mag durchschnittlich /sz Grad bis 1 Grad die mittlereTemperatur der' Luft übertreffen. Da nun ferner das meteorischeWasser nur bei relativ niedrigen Temperaturen zur Erde gelangt;so müssen diese Wasser dem Erdkörper mehr Wärme entziehen, alsihm zuführen. Diese Thatsachen weisen unwiderleglich nach, daßder Erdkörpcr noch fortwährend sich abkühlt. Außer der Abkühlungmüssen auch noch beträchtliche Veränderungen in der Vertheilungder Wärme im Innern der Erde stattfinden. Wenigstens deutendie Veränderungen des magnetischen Zustandcs der Erde daraufhin. Die täglichen und jährlichen periodischen Variationen in derStärke und Richtung der magnetischen Kraft hängen unzweifelhaftvon der Erwärmung der Erde durch die Sonne, und den Wechseln,die darin vorkommen, ab. Nun aber hat im Mittlern Europa seitdem Ende des 16. Jahrhunderts die magnetische Declination die crstau-nenswcrthe Acndcrung von .'16° erlitten, und die eine Linie ohneAbweichung ist in diesem Zeiträume von kaum Jahrtausend umvolle 96 Grad von Westen nach Osten fortgerückt. Wenn so großeVeränderungen im Wärmezustand der Erde an der Erdoberfläche unbe^merkt geblieben sind; so mag dies allein darin seinen Grund haben,daß die Gegenden der magnetischen und thermischen Pole bisher kaumvon den Menschen erreicht worden sind, und daß also Beobachtungenvon dort, von einer längern Reihe von Jahren, gänzlich mangeln.

Fourier hat die'rmcabnahmc der Erde dem Calcülzu unterwerfen gesucht, und unter sorgfältiger Berücksichtigungaller bekannten Verhältnisse gefunden, daß die jetzt in einem Jahr-hundert aus dem Innern der Erde hervordringende und verlorengehende Wärme vermögend sei, eine Eisdecke der Erde von IGDicke zu schmelzen, und daß sich die Erde dadurch in 1666 Jahrennoch nicht um Xso Grad V. abkühle. Obgleich nicht zu leugnen