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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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mungen nach dein Innern der Erde zu, wovon jedoch nie an irgendeinem Orte eine Spur entdeckt worden ist.

Wenn eine bewegte Masse mit einer ruhenden zusammentrifft;so sind die Wirkungen dem Momente der Bewegung, das beißtdem Producte der Masse in das Quadrat der Geschwindigkeit,proportional. Wenn nun die bewegte flussige Erbmasse gegen dienur wenige Meilen dicke Erdrinde anschlägt; so liegt in den entste-henden Erderschütterungen gar nichts Wunderbares. Auch siehtman ein, daß solche da am leichtesten und stärksten sich zeigenmüssen, wo die Erdrinde, wie die vorhandenen Vnlcane zeigen, amschwächsten und bis zur Tiefe zerspalten ist. Eben so wenig Schwie-rigkeit macht in dieser Hypothese die Erstreckung der Erderschüt-ternngenüber ganze Welttheile. Wollte man sich die Erdkugel als einefeste Masse denken; so läßt sich gar keine Einwirkung irgend einerKraft ersinnen, welche nach Gesetzen der Dynamik Erdbeben würdehervorbringen können. Die Annahme von Höhlungen im Innernder Erde, die sich so weit erstrecken, als sich manche Erdbeben aus-dehnen, würde nothwendig sein. Und da schwerlich irgend eineGegend im Laufe der Zeit ganz von Erderschütterungen frei gebliebenist; so müßten also solche Höhlungen sich unter allen Erdtheilen hinerstrecken. Diese Höhlungen müßten aber, damit ihre Gewölbegetragen werden könnten, und um die nachgewiesene Gleichförmigkeitin der Dichtigkeit der Erde wieder herzustellen, mit einer Flüssigkeitangefüllt sein, von gleichem specifischen Gewichte mit den benachbartenErdmassen. Es ließe sich, nach unfern Kenntnissen, kaum eine anderesolche flüssige Masse denken, als geschmolzenes Gestein. Durch dieAnnahme desselben in begrenzten Höhlungen der Erde würde man sichjedoch in die größten Widersprüche verwickeln, während die oben auf-gestellte Hypothese alle Erscheinungen bei vulcaniscbcn Ausbrüchen undErdbeben in ungezwungener Weise erklärt, und sich der wahrscheinlich-sten Hypothese über die Bildung der Erdrinde auf das engste anschließt.

Auch die Hebungen des Bodens, welche in der vierten Periodenoch so bedeutend auf die Fortbildung der Erdfläche einwirkten, undin der fünften Periode noch mehrfache Wechsel zwischen Land undMeer verursachten, haben in der laufenden Periode noch nicht ganzaufgehört. Erst in neuerer Zeit hat man dieser merkwürdigen Er-scheinung, welche uns in die Bildungsgcschichtc der Erde einentiefern Blick hat thun lassen, die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt.Unter vielen Fällen, die mit aller Sicherheit constatirt sind, hebeich hier nur wenige beispielsweise heraus. Fast bei allen bedeutendemErdbeben sind Veränderungen im Niveau des Bodens eingetreten,die meistens in Erhebungen bestanden, und sich in vielen Fällen übermcilcnwcite Landstriche erstreckten. Solche Niveau-Veränderungenlassen sich nur in der Nähe des Meeres mit Sicherheit constatiren,und sind unzweifelhaft auf dem Festlande oft eingetreten, ohne be-merkt worden zu sein, weil sich hier kein Maßstab der Verglcichungdarbot. In Schweden war es den Küstcnbcwohncrn schon seitlange bekannt, daß das Meer vor und nach zurück trete. Man