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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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die vulcanische zu nennen gewohnt sind. Die vulcanische Thätigkeit imInnern der Erde wirst ungeheure Massen von festem Gestein, vonGerolle und Asche und von flüssiger Lava aus der Tiefe empor. Sieist mächtig genug, eine Gegend von mehreren Quadratmcilen Flächeempor zu heben, und hohe Berge da aufzuthürmcn, wo früher Ebenewar. Die Emporhcbung des Jorullo in Mexico und des iU«>»ic;imnva hei Neapel können aus neuerer Zeit unter vielen andern alsbekannte Beispiele angeführt werden. Geschehen solche Emporhe-bungen im Meere, und erreicht der emporgerichtete Boden die Ober-fläche des Wassers? so entstehen neue vulcanische Inseln, welcheErscheinung sich in älterer und neuerer Zeit oft wiederholt hat.

Die vulcanischen Erscheinungen sind über alle Theile der Erdeverbreitet, und, rechnet man die erloschenen Vulcane mit, in jedemLandstriche von einiger Ausdebnung anzutreffen. Nach unserer Er-klärung sind Vulcane die Schlünde, welche reihen-oder gruppenweiseauf großen Spalten der Erde stehen, die bis zu der geschmolzenenErdmassc hinabrcichen. Wenn diese Masse sich in Bewegung setztoder wenn durch fortgesetzte Erstarrung der Erdrinde eine Ausdeh-nung eintritt; so wird die geschmolzene" Masse in die Höhe gedrängt.Bei ihrem Durchgange durch die obcrn Schichten gelangt sie zufeuchten Lagern, oft auch zu kohlen- und schwefelhaltigen Mine-ralien, deren Zersetzung und der Ausfluß der Lava die bekanntenErscheinungen eines vulcanischen Ausbruchs herbeiführen. Als dieErdrinde noch dünner war, waren die Vulcane mehr verbreitet, undtraten auch in der Mitte der kontinente auf. Jetzt gehören sie vor-zugsweise den Küstcngegendcn und dem Meere an, weil hier geradedie Erdrinde die geringere Dicke hat. Die vulcanischen Ausbrüchemitten in den Meeren werden uns meistens nur dann bekannt, wenn sieInseln bis zur Oberfläche des Wassers empor heben. Die meistenmüssen in der Tiefe der Meere vor sich gehen, ohne daß sie vonden Menschen bemerkt werden; doch sind von Schiffern zuweilenSpuren von solchen submarinen Ausbrüchen wahrgenommen worden.Wenn sich die Spalten und Schlünde in vulcanischen Gegendenverstopfen; so können die unterirdischen Kräfte die Erdrinde er-zittern machen, und dadurch heftige Hebungen und Erschütterungendes Bodens bewirken. Kommt ein Vulcan zum Ausbruche, soruhen die übrigen derselben Reihe oder Gruppe. Die Quellen vonwarmem Wasser und Gas reihen sicb den vulcanischen Erscheinungenan, und finden in ihnen eine natürliche Erklärung.

Jede andere Erklärung, die bisher über die vulcanischen Er-scheinungen versucht worden ist, kann auf dem jetzigen Standpunkteunserer Naturkcnntnissc leicht widerlegt werden. Diejenige, welchenoch am meisten für sich hat, nimmt an, daß im Innern der Erdenoch große Massen unoridirtcr Stoffe vorhanden seien, deren fort-gehende Oridation die Feucrerschcinungcn bedinge. Zu so aus-gedehnten Feucrerschcinungen bedürfte es ungeheurer Mengen vonSauerstoff, der schwerlich irgend anders hergenommen werden könnte,als aus der Atmosphäre. Dazu bedürfte es aber starker Luftströ-