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häufigen Wechseln zwischen trocknen, Lande und Meer mußten vieleThicrgeschlechter untergehen. Vielleicht wirkten auch andere unsnoch unbekannte Ursachen mit zu ihrer Vertilgung. Es ist wahr-scheinlich, daß mehrere ausgestorbene Thicrgeschlechter noch im An-fange der folgenden Periode vorhanden gewesen sind.
Diese folgende Periode ist in unserer Reihenfolge die sechste. Siebeginnt mit dem Auftreten der noch jetzt bestehenden organischenSchöpfung und des Menschengeschlechts. Allerdings gehören aberviele Thiere der untern Elasten, vielleicht auch viele Pflanzen, schonfrüheren Perioden mit an.
In dieser Periode, welche von Manchen als die Periode derStabilität angeschen wird, schreitet dennoch die Erdbildunc; fort,freilich aber in einem immer langsamem Gange, so daß ein Zeitraumvon ein paar tausend Jahren, welcher noch kaum von den Menschenmit Bestimmtheit übersehen werden kann, nur sehr geringe Verände-rungen herbeiführt. Die Flüsse fahren fort, Schlamm und Gerölleden "Gebirgsgegenden zu entführen, und sie in den Ebenen abzulagern.Ihre Betten erhöhen sich, so daß sie, wenn nicht die Menschen ihrenLauf eindämmen, von Zeit zu Zeit ihren Weg ändern. Die Fluß-Delta schieben sich weiter ins Meer hinein, wenn nicht etwa dieMeeresströmungen eine solche Richtung haben, daß sie den neuenAnwuchs fortführen. Die Seen, welche größere Gcbirgsflüsse insich aufnehmen, werden durch den Niederschlag aus den ruhigenGewässern immer seichter, und endlich ganz ausgefüllt werden.Die Wasserfälle rücken, durch Abspülung des Gesteins, immer mehraufwärts. Auf dem Festlande verwittern die zu Tage liegendenGesteine; Flechten und Moose siedeln sich an ihren Oberflächen undin ihren Spalten an, und befördern die Zerstörung; der Regen wäschtdie losen Thcilchen ab. So mehrt sich der fruchtbare Ackerboden,und macht die weitere Ausbreitung des organischen Lebens möglich.
Das Meer ist die zweite Macht, welche auf der Erde größereVeränderungen hervorbringt. Es kommt auf die Figuration derKüste, auf die Richtung der Finthen, auf die herrschenden Winde,auf die Lage und Beschaffenheit des Strandes an, ob das MeerLand verschlingt oder absetzt. An vielen Stellen der englischen undholländischen Küsten dringt das Meer alljährlich tiefer in das Landein; die Insel Helgoland wird vor und nach ganz vom Meere ver-schlungen werden. Dagegen erweitern sich aber auch manche Küsten-striche,' indem das Meer Land anschwemmt, und Dünen von hundertund mehr Fuß Höhe aufwirft. Allerdings gehen solche Veränderungenmir langsam vor sich; aber im Laufe mehrerer Jahrtausende könnensie dennoch dem Fcstlande eine wesentlich andere Gestalt geben. Esist historisch nachgewiesen, daß die Küsten südlich und nördlich der Po-Mündungen in 2000 Jahren 4 Meilen weit ins Meer vorgerückt sind.
Eine dritte Macht, welche auf die Fortbildung der Erdober-fläche noch fortwährend einwirkt, ist die unterirdische, welche wir