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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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jetzt in den Meeren lebenden Geschlechtern, mehrere hundert Fußhoch über dem Meeresspiegel. Daß solche Landstrccken, nicht aberder allgemeine Meeresspiegel, ihr Niveau verändert haben, geht dar-aus hervor, daß andere Landstrccken, die jetzt mit den überfluthetcnin gleichem Niveau oder niedriger liegen, an der Ucberdcckung mitGeröll und Geschieben keinen Theil genommen haben.

Die höhern Thiergattungcn der Vorwelt, namentlich die Vögelund die lebendig gebärenden Vierfüßer, gehören mit wenigen Aus-nahmen alle der fünften Periode an. Es finden sich nur höchstselten fossile Uebcrrcste von ihnen im festen Gesteine. Ihre Skelettefinden sich vielmehr meistens nur im aufgeschwemmten Lande, imTorfboden, in den Flußbetten, in den Thonlagern von Gebirgs-Höhlcn, und in dem Eise der Polarländer. Man hat unter an-dern die folgenden Arten bisher genauer bestimmt. Eine Art Gür-tclthicr, 5 Bären Arten, 7 Arten von Hunden und Wölfen, 3 ArtenPferde, 10 Arten Hirsche, 5 Arten Stiere, 4 Arten Elcphanteu,8 Arten Mastodonten, 5 Arten Nashorne, 4 Arten Flußpferde,mehrere Arten aus dem Katzengeschlccht, von Hyänen, von Schuppcnthic-ren, Ratten,Mäusen,Kaninchen, fernervonVögeln: Geier,Bachstelzen,Lerchen, Phafancn, Tauben, Hühner, Enten. Von Affen und Menschensind im aufgeschwemmten Lande noch nie Knochen gefunden worden.

Es kann keinem Zweifel unterworfen sein, daß zu den Zeiten,wo das nördliche Europa, Asien und Amerika mit ganzen Hecrdcnvon Elcphantcn, Mastodonten, Nashornen, Flußpferden, Tigernund Hyänen bevölkert war, das Clima dieser Länder noch ein sehrgemäßigtes sein mußte. Auch diese Erscheinung weiset wieder aufeine Vorzeit von vielen tausend Jahren zurück. Denn eine plötzlicheVeränderung in der Erdwärme ist nicht denkbar, und eine Austau-schung der Climata, etwa durch Veränderung in der Lage der Erd-achse, streitet mit der vielfältig constatirtcn Erfahrung, daß ausjener Periode Reste von Thicrcn, die nur in heißen Zonen lebenkonnten, über die ganze Erde im aufgeschwemmten Boden verbreitetsind. Auch würde eine Veränderung der Rotationsachse der Erdenur durch äußern Anstoß, wovon wir nichts weiter kennen, habenbewirkt werden können, welcher Annahme übrigens auch die vor-handene Abplattung derErde, so wie die Übereinstimmung der geome-trischen Achse mit der Rotations-Achse, widerspricht. Die Annahme einerfrühern größern Schiefe der Ecliptik erklärt das heiße Clima in denPolargegcnden gar nicht. Den Untergang der vorwcltlichen Thier-geschlechter von einem allgemeinen und plötzlich eintretenden Ereig-nisse abhängig zu machen, scheint mir nicht zulässig zu sein. Viel-mehr muß das Eintreten der Polarkältc die Hauptursache vom Un-tergange der meisten Thiergeschlcchter gewesen sein. Die Vierfüßersind mit starken Banden an ihre Geburtsgegcndcn geknüpft, ausdenen sie sich nicht leicht vertreiben lassen. Jbre Geschlechter mußtenvor und nach sich vermindern, wie ihre nördlichen Wohnsitze kälterund darum weniger ergiebig an Nahrungsmitteln wurden, bis sieendlich ausstarben. Bei den in damaliger Zeit noch vorkommenden