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Wir werden später auf die Veränderungen zurückkommen, welche inunfern Tagen durch Regen, Flüsse, Meere auf der Erdoberflächehervorgebracht werden. Wie ungeheuer mußten solche Veränderungensein unter den oben nachgewiesenen, eine Zerstörung der vorhandenenGesteine so sehr begünstigenden, Verhältnissen der Urzeit. Dergrößte Theil von den fein zerthcilten Erdmassen, welche das Wasserdurch mechanische Kraft fortführte, mußte sich bald absetzen, undauf dem Meeres-, See- oder Flußboden schlammige oder sandigeNiederschläge bilden. Wenn die See der Urzeit sehr kohlensäurchaltigangenommen, und ihr eine Temperatur von mehreren hundert Gra-den zugeschrieben werden darf; so mußte sie zugleich sehr viele festeThcilc aufgelistet enthalten, die erst dann niedergeschlagen wurden,als sich die Temperatur erniedrigte und die Kohlensäure durchverminderten atmosphärischen Druck entwich. Ich habe diese Um-stände hier nur beispielsweise anführen mögen, ohne damit sagenzu wollen, daß nicht vielleicht noch ganz andere Kräfte die Auflös-lichkcit von mineralischen Theilen im Wasser bewirkt haben. Sokennen wir z. B. noch immer nicht die Ursachen, welche die Auf-löslichkcit der Kieselerde in den Wassern der heißen Quellen Islandbedingen. — Das jetzige Seewasscr enthält gegen st °/> feste Bestand-thcile." Manche Mineralquellen enthalten weit mehr aufgelistete Be-standtheile. Die Wasser des tobten Meeres sollen nach Marcetgegen stv°/o Üste Bestandtheilc enthalten. Nimmt man an, daßdie Gewässer des Meeres in der Urzeit nur 30°/, erdige Theile auf-gelistet enthielten; so reicht dies hin, um den spätem Niederschlagvon sämmtlichen neuern Gebirgen erklärlich zu finden.
Bevor ich zur folgenden Epoche der Erdbildung übergehe, halteich es für geeignet, auf meine schon iin ersten Theile aufgestellteAnsicht über die Bildung der verschiedenen vulcanischcn Producte,den Granit mit eingeschlossen, zurück zu kommen, um sie hier näherzu erläutern. Die vulcanischcn Gebilde begleiten, nach meiner Hy-pothese, die Bildung der Erdrinde von den Urzeiten an bis zu un-fern Tagen. Der Granit und die verwandten Gesteine bildeten sichin der Urzeit. In den mittlem Zeiten bildete sich das Trappgebirge:die Basalte, die Trapp-Porphyre, der Trachyt. In den neuemZeiten bildeten sich die Laven. Doch gehen diese verschiedenen vul-canischcn Gebilde in mehreren Linien in einander über, und sie habenmehrere Verbindungsglieder gemeinschaftlich, wie Porphyre, Bims-steine, Tuffe:c. Alle diese Massen stammen aus dem Innern derErde, und waren also Theile der geschmolzenen Erdmasse. IhreVerschiedenheit nach der Erstarrung kann also nur von der Verschie-denheit der Umstände abhängen, unter welchen die Erstarrung vorsich ging. Die Granite erstarrten an der Atmosphäre, an Stellen,die nicht vom Wasser bedeckt waren; aber zu einer Zeit, wo ausder Erdflächc noch eine hohe Temperatur herrschte, also in langsamerAbkühlung; endlich bei einem sehr starken atmosphärischen Druck.So wie allmählig diese Umstände zurücktraten, bildete sich die ausder Tiefe gequollene Masse nicht mehr zu Granit aus. Die Trapp-