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angenommen hat. Ferner konnten nur in diesem Zustande sich dieMassen in concentrischcn Schichten nach Verhältm'ß ihrer spezifischenSchwere um den Mittelpunkt anordnen, so wie dies auch der Fallgewesen ist. Dieser Annahme widerstreitet keineswegs die Thatsache,daß manche schwere metallische Massen sich der Oberfläche zugedrängthaben, weil unzweifelhaft für solche einzelne Massen noch andereBcwegungskräfte, als die der Schwere, thä'tig waren.
War die Erdmasse ursprünglich in einem geschmolzenen Zustande;so konnte ihre Temperatur nicht unter 1655 bis 2000° <ü. betragen.Bei dieser Temperatur mußte alles Wasser in Dampfform in derAtmosphäre enthalten sein. Nimmt man die mittlere Meercstiefezu 800<N an, und rechnet man die Mecrcsfläche zu drei Viertel derganzen Erdfläche; so wird die ganze Wasscrmassc als Dampfarmos-phäre einen Druck von 200 der heutigen Atmosphären ausüben.Ich habe in Poggendorffs Annalen eine Formel für die Erpan-sivkraft des Wasscrdampfes mitgetheilt, deren Coö'fficienten nach derMethode der kleinsten Quadratsummen aus den sichersten Beobach-tungen berechnet worden sind. Diese Beobachtungen umfassen aller-dings nur die Temperaturen von — 24 bis 3- 224" <?, welche letztereTemperatur einer Erpansivkraft von 24 Atmosphären entspricht. Esscheint aber, als ob die Formel für Temperaturen von 300 bis 400Grad tl. Resultate geben werde, die bei unfern vorliegenden Be-trachtungen einen hinlänglichen Grad von Genauigkeit haben. Diesvorausgesetzt, erreicht der Wasserdampf schon bei einer Temperaturvon 360° eine Erpansivkraft von 200 Atmosphären, und beieiner Temperatur von 420 ° <?. eine Kraft von 400 Atmosphären.Man sieht daraus, daß bei der Schmelzhitze der Erdmasse keinWasser in tropfbar flüssiger Form vorhanden sein konnte, weil dieErpansivkraft des Wasscrdampfes bei dieser Temperatur den Druckder damaligen Atmosphäre weit überstieg.
Ferner mußte unter den Umständen der damaligen Zeit dieMasse aller dieser ausgebreiteten Kohlenlager, die man" fast in allenLändern der Erde findet, ferner aller Kohlenstoff des jetzigen Thier-und Pflanzenreichs, als Kohlensäure in der Atmosphäre enthaltensein. Nur der kohlensaure Kalk der Urgcbirge konnte als geschmol-zene Masse vorkommen, da es, wie schon oben bemerkt worden,durch neuere Versuche erwiesen ist, daß unter starkem Druck derMarmor zum Fluß kommt, ohne seine Kohlensäure abzugeben.
Endlich mußte diese Uratmosphä're noch alle jene Stoffe, welchesich bei so hohen Temperaturen verflüchtigen, in Dampfform erhalten.
Unsere Naturkenntnisse reichen nicht aus, diesen Zustand derDinge ans der Erde in Einzelnheiten darstellen zu können; nur we-nige Grundzüge lassen sich davon entwerfen.
Die geschmolzene Erbmasse, wie auch ihre ungeheure Atmos-phäre, unterlagen der partiellen Attraction von Sonne und Mond,so daß diese Massen ebben und fluthcn mußten, wie jetzt das Welt-meer. Die Höhe der Seefluth hängt mit von der Meerestiefc ab, dieStärke der atmosphärischen Fluth von der Dichtigkeit der Atmos-
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