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mit seiner gewohnten Kühnheit, die in Erklärungen vor keinerSchwierigkeit außer Fassung geräth. Der Schöpfer zerschlug einenharten Klumpen Materie, und setzte die Theile in Bewegung.Diese zertrümmerten und zertheilten sich immer mehr und mehr,und bildeten nach ihrer Geschwindigkeit, Gestalt und Größe dreiverschiedene Elemente. Die entstandenen Wirbel vereinigten diezerstreuten Theile zu größern oder kleinern Massen. In den Sonnenwurde das erste Element vereinigt; dasselbe bildet auch den innerstenKern der Erde, und dringt noch an manchen Stellen aus ihrhervor. Das zweite Element, aus feinen kugelförmigen Thcilenbestehend, bildet den Himmel, und umgibt in einer starken Schichtden innern Erdkern. "Das dritte Element besteht aus gröber»,eckigen, weniger für die Bewegung geeigneten, Thcilen. Es bildetdie Erdrinde, die Planeten und Eometen. Der Sonnenwirbelist der übermächtigere, und reißt die Planetcnwirbel mit sich fort,und so kreisen die Planeten um die Sonne in derselben Richtung.Diese Theorie wird weiter ausgesponnen, und alle Natur-Erschei-nungen auf die handgreiflichste Weise erklärt und abgebildet. Dasganze System ist ein Traum, der mehr Scharfsinn als Geist verräth,und den sein Urheber unmöglich selbst für wahr halten konnte.
Nicht so roh materiell und mechanisch construirt sind dieIdeen der Atomistcn Leucipp, Democrit und Epicur. Siesetzen das Bestehen von Atomen von Ewigkeit her voraus, die inBewegung waren, sich vor und nach trafen, und so die körperlicheund geistige Welt bildeten. — In neuern Zeiten ist mehrfach dieMeinung ausgesprochen worden, daß sich die Himmelskörper wohlaus cosmischen Nebeln niederschlagen könnten. Newton undHallcy glaubten an solche »etherische Urmassen im Weltenraum,noch bevor Hcrschcl mit seinen kräftigen optischen Werkzeugendie Himmelsräume durchsuchte, und die unförmlichen Lichtncbclnicht anders zu deuten wußte, als daß sie der zerstreute Urstoff fürkünftige Wcltbildungen seien. Kant, La place und Lag ränge,alle drei gleich große Denker, bekannten sich zu dieser Meinung,und besonders suchte La place die Ucbereinstimmung in der Rich-tung der Bewegung von sämmtlichen Planeten und ihren Trabantenmit der Rotation der Sonne, die geringe Verschiedenheit der Bc-wegungs-Ebenen, so wie die geringe Erccntricität der Bahnen derPlaneten und ihrer Trabanten, zu Fundamenten seiner Theorie zumachen. Er widmet derselben einen langen Abschnitt seinerKxyositin» <I» S^stemm <?» monile; sagt aber ausdrücklich, daßer seine Theorie mit demjenigen Mißtrauen vortrage, welches inden Naturwissenschaften jede Ansicht einflößen sollte, die nicht einResultat der Beobachtung oder der Berechnung sei. Nichts destoweniger ist seine Hypothese unter den bisher aufgestellten diejenige,welche sich unser» Kenntnissen der Himmelskörper und der Natur-gesetze am engsten anschließt.
An diese Hypothese reiht sich eine andere, die freilich an innermGehalt weit gegen sie zurück steht. Nachdem nämlich in neuerer