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In den Höhlen und Geröll-Ablagerungen der nördlichen Gegendenfinden sich wiederum Knochen von sehr vielen Thiergeschlcchtern,die jetzt nur der heißen Zone angehören.
Es ist eine sehr bemerkcnswcrthe Thatsache, daß weder vonQuadrumanen noch von Menschen Knochen in einem entschiedenfossilen Zustande gefunden worden sind. In der Höhle bei Mont-pellier sollen sich freilich Menschenknochen und Scherben vonTöpferwaarc mit Knochen von Bären, Hyänen, Hirschen, Ochsen,Vögeln vermischt durch die ganze Lctteyschicht vorfinden. Aber eskommen in sehr vielen Höhlen auch Knochen von jetzt lebendenThiergeschlechtern vor, von denen der neuere Ursprung nachgewiesenwerden kann. Man hat bis dahin noch kein sicheres Kennzeichenaufgefunden, um das relative Alter solcher thicrischen Ucbcrrestezu bestimmen.
Eine andere merkwürdige Erscheinung, welche die Geschiebe-Ablagerungen uns darbieten, treten in den thcils kleinen, theilssehr großen granitischen Steinblöckcn auf, welche weit von denentblößten Urgebirgcn entfernt, meistens in ausgedehnten Niederungen,gesunden worden. Die ganze norddeutsche Ebene, von den Nieder-landen an bis zu den russischen Ostsee-Ländern, ist mit solchenRollsteinen überdeckt. In unserer Nähe reichen sie bis zu denHügeln auf dem nördlichen Nuhrufer, und bis zum Haargebirgc;die mäßigen Höhen dieser Berge, von 8ölL über "dem Meere,haben sie nicht" zu übersteigen vermocht. Oestlicher setzt ihnen dasHarzgebirgc einen unüberstciglichen Damm entgegen. In Sachsendringen sie bis Leipzig vor, wo der Schwedenstein bei Lützengleichsam ihren südlichsten Grenzposten bildet. Im Oderthale drangensie bis hoch nach Oberschlesien hinauf, jedoch auch hier erreichen siekaum die Höhe von 1Ul)(V über dem Meere. Man findet einzelneBlöcke von l nvUl) bis MVOl) Cubiksuß Inhalt, die also ein Gewichtvon 3 bis 4 Millionen Pfund haben. In den scandinavischenGebirgen sind die granitischen Steine anstehend, von denen dielosgetrennten Bruchstücke die norddeutsche Ebene bedecken, und diewohl nicht anders als durch Wasscrfluthcn dorthin geschwemmt seinkönnen. Daß sie wenigstens von Norden herkamen lehren ihreLagerungs - Verhältnisse. In der Schweiz, in Italien und noch invielen andern Gegenden finden sich ähnliche Erscheinungen vor.
Werfen wir nun noch einen übersichtlichen Rückblick aus dieFelsartcn, welche die Rinde des Erdkörpers bilden; so sehen wirin den Urgebirgcn rein crystallinische Gesteine auftreten, die sichalso aus geschmolzenen Massen durch Abkühlung gebildet haben.Diese Gesteine treten nur in den höchsten Erhebungen der Erdrindezu Tage hervor; wo das Terrain sich weniger erhebt, sind sie vonandern Gesteinsmassen bedeckt. Es ist aber nicht zu bezweifeln, daßsie überall die untern Schichten der Erdrinde ausmachen, also an