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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
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oder Alpenkalkstein und von rothem Sandstein. Die Schichten fol-gen ihrem Alter nach in vorstehender Ordnung, von den jüngernBildungen angerechnet, auf einander. Die Flötze dieser Gebirgs-arten liegen iwch flacher und regelmäßiger zusammen gelagert, alsim Koblcngebirge. Ihre Bildung scheint durch keine großen Revo-lutionen gestört worden zu sein. Sie haben in neuerer Zeit bedeu-tend an staatswirthschaftlicher Wichtigkeit gewonnen, nachdem durchAuffindung der bedeutenden Salzlager in Lothringen, am Neckar,in Sachsen und in der Schweiz die Gewißheit erlangt worden ist,daß diese Salzablagerungen der rothen Sandstein-Gruppe eigenthüm-lich angehören. Das einzelne Glied der Gruppe, der Zechstein, warvon jeher für den deutschen Bergbau sehr wichtig, indem im Mans-fcldischen auf dem in ihm gelagerten bituminösen Kupferschiefer einbedeutender und sehr alter Bergbau getrieben wird. In unsererNähe fehlt den Gebirgen, so weit wir sie kennen, diese ganze Gruppe.Die vielen Soolquellen am Fuße des Haargebirges begründen aberdie Vermuthung, daß sie zu Tage durch jüngere Schichten bedecktist, und in der Tiefe zwischen diesen und den altern Formationenkeinesweges fehlt. An den Höhen des Teutoburger-Waldgebirgeslagern mächtige Muschelkalk-Flötze, und im nahen Lippischcn ist sierKeuper sehr verbreitet. Spuren von Gypslagern sind dort aufge-funden worden; aber nach Salzablagerungen hat man bisher ver-geblich gesucht, obgleich die vielen und reichen Soolquellen ihr Da-sein nicht bezweifeln lassen.

Das Rothlicgende enthält nur wenige Versteinerungen. DerZcchstein schließt schon mehr Versteinerungen ein. Im bunten Sand-stein sind die Versteinerungen ebenfalls nicht sehr zahlreich. DerMuschelkalk ist voller Versteinerungen, wie schon sein Name andeutet.Es finden sich hier ziemlich viele Ueberreste von Fischen vor. Undzuerst tritt hier das wunderbare Geschlecht der Saurier auf, dasvon hier an in wechselnden Formen bis auf unsere Tage sein Fort-bestehen hatte. Auch finden sich Ueberreste von riesenhaften Schild-kröten im Muschclkalke. Im Keuper kommen neben vielen andernUebcrresten der untern Thierwelt auch wieder solche vom Geschlechteder Saurier vor.

Die Mächtigkeit der ganzen Gruppe mag durchschnittlich gegen20vtV betragen, worin sich die einzeln Glieder, wenn sie sämmtlichvorhanden sind, ziemlich gleichförmig thcilen.

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Die nächst jüngere Gruppe von Gebirgsarten tritt sehr charac-teristisch und in großer Ausdehnung im Jura auf, und hat vondort her ihren Namen, Jurakalk, entlehnt. Ihr Hauptglicd ist einziemlich lockerer Kalkstein, in seiner Masse liegen runde Kalkkörncrin einem Teige, der ebenfalls aus Kalk besteht. Dieser Bildungwegen heißt dieser Kalk auch Oolithcnkalk oder Nogenftein. Stratenvon Thon, Sandstein, Mergel und Kalkstein wechsellagern mit

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