schiefer, Talkschiefer, Ehloritschiefer, Hornblendeschicfcr, Quarzfelsund noch einigen andern Fclsartcn. Diese Fclsartcn stehen an derGrenze des Urgcbirges, und bilden den unmerklichen Uebergang zuden Mittlern Gebirgen, in welchen sie ebenso, wie in den Urgcbirgcn,eingelagert angetroffen werden.
Die geschichteten Gebirgsarten nehmen mit der Grauwacke inden sogenannten Ucbcrgangsgebirgen ihren Anfang. Die Grauwackeist meistens schieferig; sie ist unbestritten durch Niederschlag entstan-den. In ihr finden sich die ersten Spuren von Ucberresten des or-ganischen Lebens. Ucberall ruht sie auf den vorhin genannten vcr-stcinerungslcercn Gebirgsarten. Man rechnet zum Grauwacken-Gebirge oft noch den Ucbergangskalkstcin und den alten rothcn Sand-stein, oder das sogenannte Todtlicgende. Elberfeld liegt auf derGrenze des Grauwackcn-Schicfergcbirges. Ein sehr ausgezeichnetesKalkflötz, voller merkwürdigen Höhlen, und voller Versteinerungen,dach aus den Gegenden jenseits Arnsberg über Iserlohn, Hagen,Schwelm, Elberfeld, Mcttmann bis zum Rbeine streicht, begrenztdies Gebirge nördlich. Das sogenannte Todtlicgende besteht in un-fern Gegenden aus einem grauen Sandsteine, den die Gcognostcnunserer Gegenden flötzlccrcn Sandstein nennen. — In dem Ucbcr-gangsgebirgc treten zuerst Kohlen-Ablagerungen auf. Doch sinddiese Ablagerungen selten und nicht ausgedehnt. Die Versteinerun-gen in diesen Gebirgcnsartcn lassen einen Schluß auf die zur Zeitihrer Bildung bestehende organische Schöpfung machen. Von Pflan-zen finden sich Ucbcrrcstc von Equisetcn, Calamiten und Fucoidcn;es mußte also zur Zeit der Bildung dieser Gebirge ein Festlandschon vorhanden sein. Nur aus den niedrigsten Thicrklasscn findensich versteinerte Ucbcrrcstc: Zoophyten, Radiaricn, Molusken, Crusta-cccn kommen in sehr vielen Arten vor. Aber alle diese Geschlechtersind andere, als die jetzt die Meere bewohnen. Von Fischen hatman einige wenige Flosscnstacheln, Gaumenzähnc und Knochen ge-funden. Von den höhern Pflanzen- und Thicrarten findet sich hiernoch keine Spur.
Ucbcr der Grauwackcngruppc lagert das Kohlcngebirge. Wennin dem Ucbergangsgebirgc eine Schichtung allerdings sehr entschiedenauftrat, so haben die Bänke doch keine weite Erstrcckung. DieSchichten liegen mit großen und raschen Wechseln ihrer Neigungenund Richtungen neben einander; eine Uebcrcinstimmung dieser La-gen für ganze Gebirgszüge ist kaum merklich. Im Kohlcngebirgehingegen ist die Flötzbildung sehr regelmäßig von statten gegangen.Die Flötze verändern auf meilenlangen Erstrcckungen kaum merklichihr Streichen und Fallen; selten nähert sich ihr Einfallen der senk-rechten Richtung. Die Kohlenflötzc wechseln mit Bänken von Sand-