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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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Structur, besteht. Die Größe der Gcmcngtheilc wechselt vom klein-sten Korne bis zu den größten Crystallcn von mehreren Fuß Aus-dehnung ab. Wird in der Masse der Glimmer vorherrschend, undlegen sich seine Blättchcn mehr parallel; so wird das Gestein schicf-rig, und es heißt dann Gneis. Der Ucbcrgang des einen Gesteinsins andere ist unmerklich. Findet sich Hornblende im Granit ein,wogegen dann meistens der Glimmer und thcilwcise auch der Quarzverschwindet; so geht der Granit in Syenit, in jene dichten Massenüber, aus denen viele Bauwerke in Aegypten bestehen. Vermehrtsich die Hornblende weiter, so bilden sich die verschiedenen ArtenGrünstein aus, der, wenn er körnig ist, Diorit heißt. Ein körnigesGemenge von Augit und Fcldspath heißt Dolcrit. Gemenge vonkörnigem Fcldspath, Augit und Hornblende heißen Gabbro. Im Ser-pentin ist dem sehr feinkörnigen Fcldspath Schillerspath zugcmcngt.

Die vorgenannten Gesteine bilden die untern Lager der Erd-rinde. Sic liegen in unerforschter Mächtigkeit in der Tiefe; alleandere Gcbirgsartcn liegen über ihnen. Ihre Massen sind oftin Ungeheuern Dimensionen ohne alle Zerklüftung. Man kann daherjene großen Stcinblöckc aus ihnen loshauen, welche zu den Obelis-ken Aegyptens und zu den Kirchcnsä'ulcn in Petersburg bearbeitetworden sind. Oft aber sind diese Massen mit ungcmcsscner Kraftaus den Tiefen empor gehoben worden, bis sie die höchsten Gipfelund Rücken unserer Gebirge bilden. In diesen Hochgebirgen sindsie allein zu suchen, in den niedrigem Gebirgen sind sie hoch mitneuem Schichten bedeckt. Bei solchem Emporheben mußte die festeMasse auf die manchfachste Weise aufreißen. Darum stehen in die-sen Gebirgen die Felsen in den wunderlichsten Lagen und Grup-pirungcn da. Die verschiedenen Felsartcn der Urgebirge gehen, wieschon oben bemerkt, in unmerklichen Abstufungen sin einander über.In ihrer Zusammcnlagcrung ist keine bestimmte Folgenreihc bcmerklich.

In den Urgcbirgen ist nie die geringste Spur von Uebcrrcstcnorganischer Gebilde angetroffen worden. Auch kommt in ihnender Kohlenstoff in keiner andern Verbindung als im kohlensauremKalke vor. Es widerspricht keine einzige Thatsachc der Annahme,daß diese Massen sich aus dem geschmolzen-flüssigen Zustande durchAbkühlung bildeten; es ist durch Versuche nachgewiesen worden,daß unter einem starken Drucke der kohlensaure Kalk zum Schmel-zen gebracht werden kann, ohne seine Kohlensäure zu verlieren.Vielmehr lehren die unmerklichen Ucbcrgänge derselben in Gesteinvon unbestrittener vulcanischen Abstammung, daß sie dem Feuerihr Entstehen zu verdanken haben. Auch weisen dies viele ihrerLagcrungsverhältnisse nach. Wir werden später auf diese beidenPunkte wieder zurückkommen.

An diese eingeschichteten Felsartcn schließt sich eine Gruppeschicfriger Gesteine an, die mit ihnen in den manchfachstcn Verhält-nissen und ohne bestimmte Ordnungsfolge wechsellagern, und indenen ebenfalls nie eine Spur von Versteinerungen aufgefundenworden ist. Sie besteht aus Thonschiefer, Kieselschiefcr, Glimmer-