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des Ausflusses, und gewöhnlich bringen sie mineralische Theile mitzu Tage. -— Ich will für die obigen Behauptungen einige Belegeanführen. Die Lufttemperatur von Soest beträgt gegen 7/2 Grad,die Temperatur der constanten Quellen in der Nachbarschaft 8°.In Hcmern bringen die süßen Wasser, welche aus 80 ' bis 100'tiefen Bohrlöchern ausströmen, eine Temperatur von 9 ° mit. Diemeisten Soolquellen in Westphalen haben eine Temperatur von 10bis 12°; in Rothenfelde und Salzkotten beträgt diese Temperatursogar 14 bis 10 Grad. Quellen von höherer Temperatur, also dieeigentlich heißen Quellen, sind schon seltener. Ihre Wasser erreichenfast nie völlig die Siedhitze; wahrscheinlich bringen sie aber diesemit aus den Tiefen der Erde, die aber nahe der Oberfläche durchHinzutreten fremder Wasser mehr oder weniger erniedrigt wird.
Diese Thatsachcn lehren auf die unzweideutigste Weise, daßim Innern der Erde Wärme vorhanden sei, die nicht von außenihr mitgctheilt wird, ihr also eigenthümlich ist. Und diese Ansichtwird durch thermometrische Beobachtungen in tiefen Erzgruben völligbestätigt. Es sind in neuerer Zeit solcher Beobachtungen in England,Frankreich, Preußen, Sachsen, Rußland w. sehr viele angestellt wor-den. Sie weisen alle, ohne irgend eine Ausnahme, eine Temperatur-Erhöhung bei größern Tiefen nach. Das Vcrhältniß der Tempe-raturzunahmc ist aber sehr verschieden gefunden worden. Es gehörtzu 1 Grad Temperaturzunahmc nach den Beobachtungen von
D'Aubuisson bei 1000' Tiefe, eine Tiefe von 1-r4' Freiberg,
v. Trebra » 1350' » » » » 150' Freiberg.
Arago » 1230' » » » » 120' Paris.
Reich » 900' » » » » 144' Erzgebirge.
Cordier » 600' » » » » 100' Frankreich.
Philipps » 1500' » » » » 120' Ncwcastle.
preuß. Beamten » 300' » » » » 200' Preußen.
Forbesu. Fox » 1400' » » » » 50' Cornwall.
Erman u. Magnus» 650' » » » » 80' Rüdersdorf.
Das Mittel aus diesen Beobachtungen gibt für 1 Grad Tem-peratur-Erhöhung die Tiefe zu 134 Fuß an. Die großen Differenzensind leicht erklärlich. Wo nämlich schlecht leitende Massen in derTiefe liegen, oder wo die höhere Temperatur durch Wasser abge-leitet wird, müssen die Beobachtungen eine vcrhältnißmäßig geringereErdwärme nachweisen. Die Beobachtungen auf den preußischenGruben mögen auch darum eine so geringe Erdwärme nachweisen,weil sie nur bis zu sehr unbedeutenden Tiefen reichen, und die Tem-peratur, wie die Beobachtungen so wie auch theoretische Gründedarthun, erst mit größerer Tiefe in einem bcdcutendcrn Verhältnissezunimmt.
Nun kenne ich keine andere haltbare Erklärungsart dieser Erd-wärme, als daß sie dem Erdkörper durchaus eigenthümlich ist, dannalso auch nothwendig mit der Tiefe bis dahin, wo die Massenflüssig werden, zunimmt. Diese Tiefe läßt sich freilich nicht sicher