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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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die Frage auf eine ganz verschiedene Art. Er beobachtete durchSchwingungen die Attraclion, welche große Blcimasscn auf einan-der ausübten, und berechnete daraus die Dichtigkeit der Erde 5,3.Auf diese Versuche und ihre Berechnung wurde ebenfalls großerFleiß verwendet. Carlini beobachtete später das Pendel auf demBerge Ecnis, und berechnete aus dein Verhältnis; der Berg-Attrac-tiou zur gefammtcn Erd-Attraction die Dichtigkeit der Erde zu 4,4.Aus den Pendelbeobachtungen, welche in der Grube Dolcoath inEornwall, 1200' unter der Erdoberfläche angestellt wurden, berechneteDro bisch die Dichtigkeit der Erde zu 5, 4. Diese vier Angabenstimme», in Betracht der Schwierigkeit einer solchen Untersuchung,genau genug mit einander überein. Das Mittel aus ihnen ist inrunder Zahl 5. Da nun die mittlere Dichtigkeit der Erdrinde,abgesehen von dem Wasser, das sie bedeckt, unter 3 bleibt; so mußdie Dichtigkeit der Erde nach dem Mittelpunkte zunehmen, wasauch schon in dem ungeheuren Druck Erklärung findet, der auf dieuntern Schichten von der oberu ausgeübt wird. Der Gedanke angroße Aushöhlungen im Innern der Erde, oder an bedeutende dortverschlossene Wasscrmasscn, wird durch die obigen Resultate ganzbeseitigt. Freilich verträgt sich auch beides nicht mit den durch dasganze Weltall wirksamen Gesetzen der Schwere. Kein Gewölbewürde stark genug sein, um, wenn im Innern der Erde große Aus-weitungen vorhanden sein sollten, ihren Einsturz zu verhüten.

Die Erdoberfläche hat ziemlich bedeutende Unebenheiten. Aufbeiläufig ein Viertel der Fläche ragt die feste Erdrinde über dasWasser empor, so daß fast drei Viertel dieser Fläche mit Wasserbedeckt sind. In den Hochgebirgen Asiens steigen einige Gipfel26009 pariser Fuß, und in dem Cordillcren gegen 24900 pariser Fußüber das Niveau des Meeres empor. Die meisten bewohnten Län-dcrthcile liegen weniger als 1290 Fuß über dem Meeresspiegel.Die mittlere Erhebung des festen Landes über die Mecresflächeerreicht unstreitig keine 2000 Fuß. Die Tiefe des Meeres ist unswenig bekannt. Die zwischen großen Ländermassen eng eingeschlos-senen Meere haben gewöhnlich nur eine geringe Tiefe. Die Ostseeist sehr seicht. In der Straße von Dover sind Tiefen von 30Faden schon selten. In der Nordsee finden sich auf einige MeilenEntfernung von den englischen Küsten nur Tiefen von 40 bis 50Faden. Das mittelländische Meer hat Tiefen, die bis zu 1009Faden reichen. Die Tiefen der großen Weltmeere sind nie gemessenworden; die Versuche, welche man dazu gemacht hat, sind erfolglosgeblieben. Nimmt man an, daß sich die Unebenheiten des Festlan-des und des Meeresboden verhalten, wie ihre Flä^cnausdehnungen;so müssen im Meere Tiefen von 3 Meilen vorkommen, und diemittlere Tiefe wird gegen 6009' betragen. Andere Gründe bestäti-gen diese Schätzung. Die Landsccn haben gewöhnlich nur eine ge-ringe Tiefe; nur in den Hochgebirgen gibt es Seen von 1009'Tiefe, welche Tiefe z. B. die großen Schweizer-Seen erreichen.