Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
757
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die Modulation ungewiß werde;indem die so auf einander folgendenAccorde würklich zwei) Tonarten an.zeigen- Diese scharfsinnige Anmer.kung dieses großen Mannes verdie-nct hier wörtliä) angeführt zu werden.Fragt man, sagt er, unsere Mu-sikverstandige, warum es ein Fehlersei), zwey Quinten nach einander zusetzen: so sagen einige, es geschehe,um die zu große Annehmlichkeit, diezwe» so liedlich klingende Eonsonan-zcn machen, zu vermeiden; andresagen, man müsse in der Harmoniesich der Mannichfalrigkeit befleißt-gen. Ader vielleicht werden dieEinwohner irgend eines Planeten,des Jupiters oder der Venns, die-sen wahrhafteren Grund hiervon an-geben: daß in der geraden Fort-schreitung von einer Quinte zur an-dern, so etwas geschehe, als wennman plötzlich den Ton veränderthatte; daß die Quinte nebst der un-ter ihr liegenden Terz, die das Ge-hör, wenn sie auch nicht angeschla-gen wird, doch hinzusetzet, den Tonvöllig bestimmen, eine so plötzlicheAbänderung desselben aber dem Ge-hör natürlicher Weise unangenehmund hart vorkommen müsse; wiedenn überhaupt die Fortschreitungvon einein consonirenden Accordauf einen andern, der kein Inter-vall mit ihm gemein hat, allemal(es sey denn blos im Durchgange,)hart klinget ')."

enim ex nollris >tulici> quserss,cur conionsnris Oispence polt slismliinilem viriole ponsrur, cliccnr slii,nimiam äulceäinem (Zevitsri, quseex gistillimze conlonsnrise iiersrionensicsrur ; slii vsriristem in bzrmoni-ci« lequen>Zsin eile. ^ovis zurVeneris incols sorsirsn veriorcm bsnccsutsm itemonltrsbir: quoll s Ois-penre aci »lism aeinceps perzenilo,«sie quirl ksr, sc li rcpenre ron! lis-rum iminuremus, cum Oispenre unscum inierjeÄo «Zironi tono (qui, l> äe-llr, menie supplerur,) roni tpeciemcerio conltirusr - bujusmolli vero kubict» cvmmuislio «uridus meriro inju-

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Diesem Grunde kann man nochden beyfügcn, daß diese vollkom-mene Consonanz, besonders wenn siein der obersten Stimme gelxvrt wird,eine Art von Ruhcpunkt macht, dernicht unmittelbar darauf wieder vor-kommen kann, ohne den Zusammen-hang der Melodie gan, "»szupeven.Der genaue melodische Zusammen-hang wird durch Abwechslung derDissonanzen und der minder voll-kommenen Consonanzen, nämlichder Terzen und Sexten, bewürkt;deswegen auch die in gerader Be-wegung aufeinander folgenden Octa-vcn etwas widriges haben, undselbst eine solche Folge von Quartennicht ohne Vorsichtigkeit kann ge-braucht werden *).

Deswegen werden also zwey nacheinander folgende Quinten stufen-und sprungweise, auf. und abstei-gend, als wesentliche Fehler desSatzes verboten. Selbst in entge-gengesetzter Bewegung, als so:

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werden sie nicht anders, als in sehrbollstinnnigcn Sachen erlaubt, woder Reichthum der Harmonie denFehler etwas bedckt. Sogar in denFallen, wo die Quinten nicht einmalwürklich gehört werden, sondern sichnur in der Einbildungskraft, da mansie als Ucbergange sich vorstellt, klin-gen, haben sie diese Würkung, undBbb z wer-

cun6s inconöirsque ju6!ce:ur; cumetism in Universum es plerumque 6u»rior scciäsr.tprsercrqusm in irsnfiru,)quse üc s rribus lonis conlonjskrium sliorum liarmvnism, nvllopriorum msneme, Uuxcnii Lokmo-ikeoress l.. I. Oper. Vsrior. r. NI.p. 68s.

S. den Artikel Vuarte am Ende.