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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
737
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Prä

zu gleicher Zeit hören lassen, u. s. w.durchführt,) können zu Präludien die-nen , wenn der Organist die Gcschik-lichkeit dazu hat, oder wenn er sieauch vorher aufgesetzct, und auswen-dig gelernet hat. So hat Joh. Geb.Bach den Choral: Vom Himmelhoch Va komm ich her :c. mit kano-nischen Veränderungen herausgege-ben, denen an Kunst schwerlich etwasgleich kömmt, und kommen wird, diealle zu Präludien geschikt sind, aberdem Ohre wegen des großen Zwan-gs , den diese Gattung von Compo.sinon verursacht, nicht sonderlichschmeicheln, ja ihm nicht einmal faß-lich sind.

Die Präludien vor Kirchenmu-siken dienen auch dazu, daß die Jn-sirumentisten Gelegenheiren haben,ihre Instrumente zu stimmen: da-her muß der Organist, wenn dieOrgel im Cammerton gestimmt ist,sich so lange in O dur aushalten,bis alle Instrumente gestimmt sind,weil diese Tonart dazu am geschik-tcsten ist, und dann durch wohlge-wählte Modulationen in die Ton-art übergehen, worin die Kirchen-musik anfängt. Das Geräusch derInstrumente bey solchen Präludienist Schuld daran, daß hier nichtwol auf! den Ausdruk gehalten wer-den kann.

Auf dem Flügel vor Musiken zupräludiren, ist nicht allenthalben imGebrauch. Eine Folge von arpeg-girten Accorden ist diesem Instrumentam natürlichsten.

Unangenehm ist es, wenn vorLiner aufzuführenden Musik jederauf seinem Instrumente präludier,oder sich in Passagen übt. Wer ineinem Lande ist, wo diese üble Ge-wohnheit eingerissen ist, muß sichdas Vergnügen, das ihm die An-hörung einer guten Musik gewah-ren soll, durch tausend Marter er-kaufen. Daraus entsteht auch nochdas Tose, daß Niemand sein In»

Dritter Theil.

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strument rein stimmen kann, weilkeiner vor dem andern zu hörenim Stande ist. Das allerübelstedabey ist, daß es gewisse Musikengiebt, wo auch das fürtrefflichstePräludium den Ausdruk, der in demAnfange der Musik liegt, vertilgenkann.

Es giebt eine Menge Slüke, dieden Namen Präludium führen, aufdie gemeiniglich eine Fuge folgt,die aber keinen bestimmten Charak-ter haben, und selten zu Vorspie-len geschikt sind. Oft sind es ganzstrenge, oft freyere Fugen, oft sindsie von einer taktlosen Phantasie nurdurch den Takt unterschieden; oftauch ist es ein bloßer Satz von 6oder 8 Noten, der beständig entwe-der in der geraden oder Gegenbewe-gung gehöret wird, und womit aufeine künstliche Art modulirr wird sc.Die besten Präludien sind ohnstrcitigdie von Joh. Seb. Bach, der de,ren eine Menge in allen Arten ge-macht hat."

-H-

l/arc lle preluller, p. Xtr, kiotte»rerre, ?sr. 1722. 4.> > Auch hatI. A. Koberich, unter andern, z6 Vor-spiele, um die höchst liötpige Prüludir,kunst nach jetziger Methode leichrlich er-lernen zu können," herausgegeben. S.übrigens die, bey dem Art. Fantasie,S. S02 angezeigten Schriften; und we-gen mehreren Unterrichtes, die verschic,denen Anweisungen zum Generalbaß unddie Lehrbücher von der Harmonie..

Presto.

(Musik.)

Niescs italienische Wort wird dmTonstüken vorgesetzt, die eine sehrschnelle Bewegung haben; der höch-ste Grad des Schnellen aber wirddurch Prestissimo angedeutet. Weilin dem Presto ganze Taklnoten sehrgeschwind auf einander folgen, s?

Aaa ver-