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schaffte ermüdet, oder zu einer allzuernsthaften Stimmung gckvmmcn,anzusehen. Und diejenigen, die gerneinen Hauptstoff daraus machenmochten, den die Künstler vorzüg-lich zu bearbeiten haben, würdendie Sache eben so übertreiben, alsdie, welche die Lustbarkeiten alseine Hauptangclegenheit des Lebensder Menschen anscheu. Nun istwol keine verstandige Nation, wonicht die Art Menschen, die keinewichtigere Angelegenheit kennt, alsihr Leben in beständiger Lustbar-keit zuznbringen, ihres Ranges undReichthums ungeachtet, als eineClasse sehr wenig bedeutender Men-schen angesehen wird. Darum müs-se» wir auch, da der Fall ganzahnlich ist, eben dieses Unheil vonder Classe der Künstler fasten, diedas blos belustigende Poßirliche. zueinem Hauptsioff der schonen Künstemachen.
Es. gehöret freylich sehr viel Ori-ginalgcnie und Scharfsinn dazu,im Poßirlichcn so glüklich zu seyn,als Plaurus, Cervantes in demDon Quichotte, Buttler in seinemHudibras, oder Hogarth in seinenZeichnungen. Aber man must im-mer bedenken, daß die schönen Künstenoch eine höhere Bestimmung haben,als nur den Originalgeistern lustigerund witziger Art Gelegenheit sich zuzeigen, an die Hand zu geben. DieKunst ist nicht des Künstlers, son-dern dieser ist der Kunst halber da.
Wichtig kann der Gebrauch desPoßirliche» dadurch werden, daßes zur Verspottung gewisser wichti-ger Narrheiten, politischer, sittli-cher oder religiöser Schwarmercycn,die unter den Menschen große Ver-wüstung anrichten können, mit vielNahdruk kann gebraucht werden.Emen! Menschen, der nur noch et-was von Ehrliebe bat, kann nichtsempfindlicher seyn, als in einem pos-sirlichen Lichte zu erscheinen: weil
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es gerade die verächtlichste Seite ist,in der sich ein Mensch zeigen kann.Mancher scheuet sich viel weniger da-vor, daß er für lasterhaft, als daßer für poßirlich gehalten werde.Ein Künstler, der sich dieser Gesin-nungen der Menschen zu bedienenweiß, kann dadurch viel ausrichten,um sie im Zaum zu halten. Wirhaben aber hiervon schon anderswoauch gesprochen *).
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Die zu diesem Artikel gehörigen Nach»richten, werden sich bey den ArtikelnSatire und Scherzhaft finden.
Postament.
(Baukunst.)
Äöird auch Basemcnt geschrieben.Em? regelmäßige verzierte Erhö-hung, auf welche Statuen, Vasenoder andre Werke der Bildhauer ge-setzt werden. Das Postament istsür dergleichen Werke, was derSaulcnstuhl für die Saulcu ist.Man macht sie sowol vierekig, alsrund, auch wol gar oval. Allemalaber bestehen sie aus drcy Haupt-theilen, dem Fuß, dem eigentlichenKörper des Postaments, der aufdem Fuße steht, und dem Kranz,der gleichsam den Kopf ausmacht.Fuß und Kranz besteheil aus mehroder weniger Gliedern, nachdemman dein Postament mehr oder we-niger Zierlichkeit geben will. DerHaupttheil hat oft die Figur einesWürfels, und wird alsdann auchmit diesem Namen gcneiiut; mci-stcntheils aber übertrifft seine Höhedie Dike. Oft werden an den Po-stamenten der Statuen die vierSeiten des Würfels, oder Stam-mes, mit historischem, oder allego-rischem Schutt;werk verzieret. Dierunden Postameute findet man oft
mit
*) lächerlich; Parodie z Spott.