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sen Tonart vorgetragen hat, eine an-dere Stimme hierauf ahnliche Satzein einer andern Tonart, deren Tonicadie Quinte der vorhergehenden ist,voriragc. Wann z. B. nach derheutigen Art zu sprechen, eine Stim-me in L dur angefangen hatte, somußte eine andere in Z dur antworten.Und in Rükstcht auf diese Beziehungwurde der erste Stimme aurhentisch,die andere plagalisch gcucniit. Alsokann cineTonarr, die in einem Stükauthentisch ist, in einem andern Stükplagalisch seyn ^).
Plan.
(Schöne.reünstc.)
Jedes Werk, das einen bestimmtenEndzwck hat, muß, wenn es voll-kommen seyn soll, in seiner Materieund m seiner Form so beschaffen seyn,wie die Erreichung des Endzweks eserfodcrt. Indem der Urheber einessolchen Werks den Endzwck desselben,die Würkung, die es thun soll, vorAugen hat, überlegt er, durch wcl-che Mittel der Eudzwek zu erhaltenscy. Wenn er die Mittel entdekcthat, so sucht er auch die beste Anord-nung, nach welcher eines auf dasandere folgen müsse. Durch dieseUeberlegung bestimmt er die Haupt-theilc seines Werks, nach ihrer ma-teriellen Beschaffenheit, und die Orb-nung, in der sie auf einander folgenmüssen. Dieses wird der ssllan desZVcr'rs gcnennt. Wenn z. B. derEndzwek eines Redners ist, uns vonder Wahrheit ciner Sache zu über-zeugen: so überlegt er, was fürVorstellungen dazu gehören, dieseUcberzeugung zu bewürken. Da-durch erfindet er die verschiedenenSatze und Vorstellungen, von denenin seinem gegenwärtigen Falle dieUcberzeugung abhangt, das ist, ererfindet einen Vernunftschluß, aus
S. Tonarten der Alten.
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dessen deutlichem Vortrag die Ucber-zeugung erfolgen muß. Nun über-legt er auch nach den Umstanden diebeste Form dieses Schlusses, undfindet endlich, es sey zu Erreichungseiner Absicht nothig, daß die Haupt-sätze U, O u, s. w. deutlich cnt-.wikclt werden, und daß sie in derOrdnung k, cl u. s. w. oderE, k, H auf einander folgen müssen.Jtzt ist der Plan dcrRede entworfen.Auf ähnliche Weise wird jeder andrePlan gemacht, der allemal anzei-get, was für Haupttheile zu einemWerk erfodcrt werden, und in wel-cher Ordnung sie stehen müssen.Wenn dieses gesundem worden, sokommt es hernach darauf an, jedenThcil so zu machen, wie er nachdem Plan seyn soll, und denn alle inder festgesetzten Ordnung zu verbin-den.
Also ist bey jedem Werke von be-stimmtem Endzwck die Erfindung desPlans die Hauptsache, ohne welchedas Werk seinen Zwek nicht erreichenkann. Indessen zeiget der Plan nur,was zum Werke nothig sey; und esist gar wol mäglich, daß er sehr wolerfunden ist, und doch gar nicht, oderschlecht ausgcfüdrt wird; weil esdem Erfinder desselben an der nothi-gen Wissenschaft und Kunst fehlet,das, was nothig wäre, würklichdarzustellen. Sowol in mechani-schen , als m schonen Künsten ist esmöglich, daß ein der Kunst uncr-fahrner die Hanpttheile des Planeszu erfinden, oder anzugeben weiß;es kann auch seyn, daß er die An-ordnung derselben zu bestimmen imStande, und bey dem allen dochvöllig untüchtig ist, diesen Planauszuführen. So konnte der gcmei-nestc Handwerksmann, der ein Hauswill bauen lassen, gar wol Ueberle-gung genug haben, zu bestimmen,aus wie viel und aus was für Stü-ken das Haus bestehen sollte; denner weiß, was er braucht; vielleicht