6?4
Per
Bild der einen und der andern aufder Tafel zeichnen, so wird der Punkt,wo sie sich durchschneiden, die per-spektivische Lage des Punkts seyn.So wird hier der Punkt n, der denPunkt kaufderGrundflächevorsiellt,durch die Stelle bestimmt, in wel-cher sich die Linien du und asL dieBilder der Linien de und ak' durch-schneiden. Hieraus laßt sich auchleicht begreifen, wie ein auf der Fla-che gegebener Winkel, als etk' per-spektivisch gezeichnet werde- ' Manverlängert lk' nach/und ek nach l>;zeichnet ihre Bilder v o und d u, soist derWinkcl cuu die perspektivischeZeichnung des Winkels est'.
Man merke sich einige Hauptsätze,die aus den vorhergehenden Betrach-tungen folgen.
>. Daß alle Linien der Grund-fläche, die mit der FunSamemal-linie o p parallel lausen, wiekZ unded, auch auf der Tafel mir ebendieser Linie, oder, welches einer-lei ist, !mic dem -Horizont t u, pa-rallel laufen, wie KI und rnn.
2. Daß jede, die Grundlinie o pdurchschneidende Linie, unendlichfortgezogcn, auf der Tafel einNildmache, das sich an dem Horizonttu cndiger.
Z. Daß folglich kein Punkt derGrundfläche in der Tafel über den,Horizont stehen könne, folglich inder Tafel nichts über den Hori-zont kommen könne, als was indie Hohe steht. ^
4. die auf der Grundflächeliegenden abweichenden Parallel-
Per
linken unendlich weit fortgezogen,wie b e und Sil, in dem Horizontin denselbigen Punkt u treffen;daß folglich alle Linien auf der Tafelwie ml und nk, die nach demselbenPunkt u des Horizonts treffen, Linienvorstellen, die auf der Grundflacheeinander parallel sind.
Damit wir uns nun in eine nähereErklärung der fiepen Perspckriv desHerrn Lamberts einlassen können»stelle man sich vor, i sey der Mittel-punkt eines Zirkels, is aber dessenRadius: so ist klar, baisaufsuperpendicular sieht, daß die Linie «ndie Tangente des Winkels »iu sey,der, wie vorhin erinnert worden,allemal dem Abweichungswinkel k»zgleich ist. Wenn man also vondem Punkt s, sowol gegen u, alsgegen 0, die Tangenten jedes Gra-des eines Zitkelbogens von i bisaufträgt, so hat man sogleich,so bald man die Abweichung ei-ner auf dem Grund gezeichnetenLinie weiß, auch den Punkt desHorizonts, dahin ihr äußerstes En-de trifft. Gesetzt, die Linie ZKweiche zo Grade rechts von derVerticalfläche ab, so nehme man aufder Linie s u den Punkt der Tan-gente von zo Graden, so wird da-durch das äußerste Ende dieser Linieauf dem Horizont des Gemähldcsbestimmt.
Um nun einen Begriff zu geben,wie der Zeichner jeden Winkel aufder Tafel zu zeichnen hat, wollen wiruns die Sache fotgendermaaßen vor-stellen ;