Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
660
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P a s

langet. Diese angemachten Farbenwerden in runde Stäbchen geformt,mit denen die Arbeit des Mahlensverrichtet wird. Aber die beste Zu-bereitung der Pasiclfarben ist docheinGcheimniß. Herr Smpan, vonGeburt ein Basler, der sich in Lau-sanne aufhall, wird schon längstensfür den besten Zubcreiter dieser Far-ben gehalten.

-H- -A-

Praktische Anweisung zur «Paffelmah-lcrcy, von G. Chrstn. Günther, Nürnb.176,. 179-. 4. Auch handelt da-von ein, de» dem 1'rsice äe la keine,«ei ^kinisruie (läs)e 1708, »2. S.>49 u. f.) abgedruckter Desire in 20woben zu gleicher Zeit eine Anweisung zurVerfertigung von Pastellen befindlich ist.> Das >2te Kap. in dcö de PileS llle-mens äe peinrure prsrigue (S.oLl. 8.^mll. 17Ü6. 12.) fijemenrs okksinring evirfi Des^vns, d^ g. llufi-Lei, konä 1772. 4. Desire äe Iskeine, en ksttel, äu leerer ä'encom-polcr les ces^on« er <lcs mn^ens äeles fixer, svec tfinäicsrion ä'un Zrsnäirombre äe subttsnces , xengees ö isz>cinr. cie l'fiuüe p. öär. k. k, <ie D.. . . kse. 1789. l2. ' In demJemen, kresnger. kevr. 1757. findctstchein Aufsatz: Lur l'^rc äe peinäro cnxsttel ö is Lire. L. Bonnet,ein bekannter französischer Kupferstecher,benannte eine neue Manier in der Ku-pfcrstechcrcy, ksllet en gesvurs, undließ einen Aussatz, l.e ksttel en grs.vure . » . compole äe fiuic epreuv^sgu! inäigucnc les äisserens äegres,1769. 8- drucken. (S. den Art. Ru-pferstccbere^.) Hr. Lauriot be-saß ein Mittel, das Pastel feste zu ma-chen, worüber sich in der Bibl. der schö-nen Wissensch. Bd. n. S. 354. und inI. G. Mcusels Miscell. Heft 9. S. 178Nachrichten finden. >' Ein anderesMittel, das Pastel feste zu machen ist,in der Neuen Bibl. der schönen Wissen-schaften, Bd. to. S. i8>. angezeigt.

Die berühmtesten Künstler hat S.Sulzcr in dem Artikel bereits genannt.Zu lhnen gehört noch der Engländer Rüs-sel.

P a st 0 r a l.

(Musik; Tanz.)

Ein kleines zum Tanzen gemachtesTonstük, das mit der Musette, diewir beschrieben haben, übereinkommt.Es ist von zwei) Zeiten, aber die Be-wegung ist gemäßigter, als in jenem.Die Jtaliäner machen Pastorale vonZ Takt, die völlig mit der Musetteübereinkommen.

Man gicbt diesen Name» auch an-dern Tonstüken, die den muntern,aber angenehmen landlichen Cha-rakter der Hirtcngcsange haben, folg-lich Anmuthigkeit und Einfalt ver-einigen.

Pastorale werden auch kleine Scha-feropern genennt. Ihr Inhalt isteine galante und angenehme, mitFestlichkeit verbundene Handlungaus der eingebildeten Schaferwelt,allenfalls aus der fabelhaften golde-nen Zeit. Der Dichter muß dabeyin dem Charakter des Hirtengedichtsbleiben, den wir anderswo entwor-fen haben »). Der Tonsetzer abermuß sich einer großen Einfalt, uudeines naiven unschuldigen Ausdruksbefleißen. Sic kommen doch nichtsehr ofte vor, und es ist vielleichtauch leichter, einen Tvnsctzer zu fin-den, der mit Much an die Verferti-gung einer großen Oper geht, alseinen, der sich in dem Pastoral mitVortheil zu zeigen hoffet. Es wäreaber zu wünschen, daß sie mehr imGebrauch waren, damit die edle Ein-falt der Musik nicht nach und nachganz von der lyrischen Schaubühneverdrängt werde.

Pathos;

*) S. Hirtengedicht»