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Baumeister,, was das Heldengedichtfür den Poeten ist: das Höchste derKunst; und vielleicht ist es »och sel-tener, einen vollkommenen Palast,als ein vollkommenes Heldengedichtzu sehen. Die meisten Palaste sindkaum etwas anders, als sehr großeWohnhauser. Nichts anders ist dasKönigliche Schloß in Berlin, ob esgleich in besondern Theilen sehr gros-,fe architcctonische Schönheiten hat.Wenn man es von einer der Außen-seiten betrachtet, die einzige, darandas große Portal ist, ausgenommen,so fällt wenig in die Augen, dasnicht bald in jedem Bürgerhaus zusehen wäre. Nur das große Portal,das den Triumphbogen des KaisersSeverus nachahmet, ist groß und indem Geschmak eines wahren Palastes;nnd so wäre much die Seite gegen denkleinen Hof, an der die Haupttreppeiiegt, wenn nur nicht so viel Fehlergegen den guten Geschmak der Sau-lenordnungcn daran in die Augensielen. Denn Pracht und Große hatsonst diese Seite, wobep keinem Men-schen, wie bei) den Außenseiten, ein-fallen könnte, daß etwa sehr reichePrivacfamilien da wohnten. Alleskündiget da den Landesherren an.Sonst ist die Lage dieses Schlosses,so wie sie sich für einen Palastschiket: mitten auf einem erstaunlichgroßen Play, ans welchen sehr breiteStraßen führen, so daß eine ganzeNation sich in der Nähe dieses Palasts-versammeln könnte, da jeder das Ge-bäude sre>) sähe.
Einige orientalische Völker, denenan an sonst nicht den größten Ge-schmak zutraut, scheinen mehr als die-Europäer eingesehen zu haben, wassich zu einem großen Palast schiket.Man sagt, daß der, den der chine-sische Monarch in Peking bewohnt,die Größe einer mittelmäßigen euro-päischen Stadt habe; und aus denrömischen Ucberbleibseln der altenB aukunMßt sich schließen, daß auch
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die römischen Baumeister gewußt ha-ben, die Größe und den Charakterder Paläste, der Hoheit jener Herrender Welt gemäß einzurichten.^ Indem ich daran bin, die letzteHand an diesen Artikel zu legen, fälltmir eine Abhandlung über diese Ma.terie in die Hände, daraus ich dasWesentliche, das hieher gchört, an-führen will -
Wodurch unterscheiden sich in Eu-ropa , heißt es da, die Palaste derKönige von den Häusern der Privat-personen? Sie sind von größer».Umfange; die Zimmer sind größer,und man entdeket da mehr Reich-thum. Dies macht deu ganzen Un-terschied aus; sonst sind sie von ver-schiedenen übereinander stehenden Ge-schossen, wie die gemeinen Wohnhäu-ser; und wer zum crstenmale dahinkommt, muß sich erkundigen, wodie Zimmer des Fürsten sind.
Würde es nicht ein edleres Ansehenhaben, wenn diese Paläste nur voneinem Geschoß waren, wie ehemalsdie römischen, das aber auf einem er-höhet-,'» Grund leinerTerrasse) stünde:wenn unter diesem erhöhten'Grundalles gewölbt wäre, und in diese Ge-wölbe» das, was die tägliche Noth-durft und die allgemeine Bequem-lichkeit crfodert, gebracht würde;und wenn die Hauptzimmer des Pa-lastes, nach Art der Alten, durchOeffnnngcn in den Gewölbern dersel-ben erleuchtet würden ? An diese großeStükc würde man die, welche zumtäglichen Gebrauch gehören, geschiktanschließen, und dadurch würdendiese auf die angenehmste und bequem-ste Weise können angeordnet werden,und würden zugleich angenehme Aus-sichten auf dicPlatzc und Gärten ha-ben, die den Palast umgeben.
Aber
Diese Abhandlung ist von dem sramzösischcn Baumeister de)"--, und stehtin dem klercurs äe kcance vom Aug.