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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
593
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Zeitmaß nahm nach unb nach einen regel-mäßigen Gang, der Tact wurde genauerund bestlmmter, dergestalt, daß die Fort-schreitungen der Bewegung und des Zeit-maßes ungleich deutlicher, und so daSRe-citativ, welches bis dahin mit dem Ge-sang vermischt, oder doch nicht genug da-von unterschieden war, endlich eine Gat-tung für: sich wurde, und seine eigeneForm und Schönheit erhielt. Den 'An-fang hiezu machten da sign, Aless N7e-laiii, Gegrenzi, dolonna, Giovb.Lassan»; ihnen folgten im Anfange die-ses JahrhunderteS die größer» Harmont-sten, Tb. Albinoni, Ant. daloara,Ciov. Sononcini, Pjet. Sanvoni,U. a. m. Aber zur Vollkommenheit wur-de der Ausdruck erst durch Al. Gcaclaciund Ä,eon. Aeo gebracht. Die Arieni» ihren Compvsitioncn, fangen schon an,mit gehöriger Annehmlichkeit, Melodie,und voller, glänzender Begleitung zu er-scheinen ; der Gang derselben ist lebhafterund geistvoller, als vorher, und der Un-terschied zwischen dem Aecitativ und demeigentlichen Gesang dadurch merklicher ge-worden. Die Noten und Zierrathcn sindmit so vieler Mäßigkeit vcrtheilt, daß sieder Schönheit der Arie nichts benehmen.ä!.con. Va Vinci (17-5) vervvllkommtedas so genannte obligate Recitaliv; undwurde das Muster unsrcr Graun und-Hasse; indessen übertraf ihn vielleichtdarin noch Rivaldo sa.dapua (1740)durch den geschickten und auödruckvollenGebrauch, welchen er von den Instrumen-ten machte; und Nie. Pocpora brachteeine bcwundrungswürdige Leichtigkeit inden Gesang. Endlich trat der RitterGluck gleichsam mit einem neuen Syste-me auf; er suchte die theatralische Musikvon den, ihr vorgeworfenen Unwahcschein-lichkcitcn zu bcfrcycn, suchte zwischenWorte und Modulation ein genaues Vcr-hälmiß zu bringen, und seinen Composi-tioncn einen hohen und tragischen Cha-ractcr zu geben. Seine Grundsätze hater in der Vorrede zu s. Alcestc, Wien1769 bekannt gemacht, aus welcher Pla-nelli sie, in s. angeführten Vr-ucsrc,Dritter Theil.

S. >48 anfgcnvnimcn hat; und seine Ar-beiten sind bekannt. Sein Verdienst gc,traue ich mir nicht zu bestimmen. Soviel ist gewis, daß, besonders in Frank-reich, seine Behandlung der Oper einegroße Sensation erweckte, und eineMenge Schristchcn veranlagte, welche inI. N. ForkclS Allg. LIttcrat, der Musik,S. 180 u. f. angeführt sind, und wozuNoch daS ?rodlcme czui occupe ls Oo.pirsle cke ia ^äonarclrie strsir^oiie, il(lllucic eil plus ßranst ^äuiicien «gaspiccini, ?sr. 1777. 8- und H. ForkclSeigenes Urtheil, im iten Bd. S. 116 s.Musikal. Bibliothek gehört. So vielvon der Geschichte der Opecnmusik über-haupt. Aber ausser de» bereits angeführ-ten domponifren italienischer Gpernsind deren noch bekannt, unter den Ita-lienern: Adolfati PirroAlbergatiGius. Aldrovandini Gact. Andrcozzi- Pasc. Anfossi Franc. ArayaFlor. Aresti Astaritta Carl Ba-dia Andr, BcrnaSeoni Ferd. Ber-toni Bianchi P Biego Gius.Bvnivcnti Marcant. BononeiniGlvv. And. Boretti Giovb. Borghi

Boroni Frc. Vrusa Mar.Buini Caffaro Giovniar. Capilli

Dan. Castrovillari Franc. Ca-valli- Marc. Ant. Cesti FortunatoChellcri. Cherubini Piet. Chia-rini Franc. Ciampi Joach. Cocchi

Carlo Coltellini Franc. ContiBart. CordanS -- Giovm. Costa ---Ant. Draghi Ourante Giov. Fer,randini- Vcncd. Ferrari Jgnat.Fiorillo ^ Pet. FranccSchini Dan.Freschi Dom. Gabriel!- Ant. Ga-leazzi Bald. Galuppi Franc.Gasparini Mich. Ang. GaspariniAb. Gatti Geminiani Gem. Gia«comclli Gius. Giordani Gosscc>Carlo Gross» Pict. Gugliclmi»Nie. Jomclli Givvbat. Lampugnank(>7Z6. War der erste, welcher neue Vor«thcile von der Instrumentalmusik zu zie-hen suchte, und folglich Erfinder des neuenGeschmackes, den Gesang gleichsam unterjener zu ersticken; Hey ihm herrscht in>

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