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bühne anzufüllen, vielweniger umZwlschcnscenen anzubringen.
Bisweilen scheinet es zwar, daßdie Nebensachen nothwendig ftyen,um den Hauptsachen mehr Zusam-menhang oder mehr Klarheit zu ge-den: vielleicht aber kommt es blosdaher, daß der Künstler es in der An-lage der Hauptsachen versehen hat.Der Mahler, der die Anordnung sei-nes Gcmahldcs nicht mit genügsamerUcbcrlcgung gemacht hat, kann frey-lich oft finden, daß es eine Gruppevon Nebensachen nothig hat, um zweyHauptgruppen gehörig zu verbinden,-aber ein reiferes Nachdenken überseine Anordnung hatte ihn vielleichteine solche finden lassen, die ihn dieserNebensachen überhoben Hütte.
So findet man oft in dramati-schen Stükcn, daß dem Dichter beyseinem Plan und bey seiner Anord-nung Nebenpersonen nöthig gewesen,die dem Zuschauer gewisse Sachenaufklaren,' ohne welche die Handlungnicht so verständlich wäre. Abervielleicht ist diese Nothwendigkeit ebenaus Mangel einer schiklichen Anord-nung entstanden.
Wie dem aber sey, so muß derKünstler sorgfaltig darauf bedachtseyn, die ihm nöthigcn Nebensachenso zu stellen und zu bearbeiten, daßsie nicht mehr würken, als sie wür-kcn sollen. Plutarchus bemerkt,und wir können es in manchem Werkder Alten noch sehen, daß gute Wäh-ler und Bildhauer die ihnen noch-wendigen Nebensachen allemal mitüberlegter Nachlaßigkeit bearbeitethaben, damit sie das Auge nicht zusehr anlokten. Sicherer aber istes, wenn man sie ganz zu vermeidenweiß.
Am unerträglichsten sind die Ne-bensachen, die zur Hauptsache garnichts beytragen, oder blos da sind,um das Magere, das in der Haupt-sache auffallt, durch irgend etwas zuersetzen. So siehet man in so vielen
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Comodlen Bediente oder andere Ne-benpersonen, und so manche von ih-nen gespielte Zwischenscenen, die man,ohne irgend eine Veränderung indexHauptsache zu machen, wegreißenkönnte. Der Dichter fühlte sein Un-vermögen durch die Hauptsache hin-länglich zu intcrcssircn, und warfsolche Nebensachen hinein, um un-terhaltender zu werden.
In dem Schauspiel selbst kommenin der Kleidung der Personen und inder Verzierung der Schaubühne vie-le Nebensachen vor. Auch da ist eshöchst nörhig, sie nicht glänzend oderhervorstechend zu machen, damitnicht etwas von den Hauptsachen ver-dunkelt werbe.
Zu diesem Artikel gehört, in Rücksichtauf tNahlcrcze, was kaircsse, im zunund gtcn Kap. dcS <5ten Buches seinesgroßen MahlcrbuchrS, von der Stoffirungder Landschaften, und von dem unbe-weglichen Veywcrke, sowohl Gröbern undTvmben, als Häusern , Gärten und der-gleichen i und im sten Kap. des /tcnBu«ches, Von Veyfügung der Objectcn zuPortraitcn der Personen von verschiedenenStänden sagt. — Von Nebenperso-nen in der Komödie (perkonues occcik.)handelt Cailhava, im aten Bde. Kap. zrund 40 s. ^rr. cie l» Lvmeel.
Neu.
(Schöne Künile.)
Ganz bekannte Sachen, von welcherArt sie auch seyen, haben wenig Kraftdie Aufmerksamkeit zu reizen,- manbegnüget sich einen Blik darauf zuwerfen, den man für hinlänglich hält,den vollständigen Begriff von derSache zu bekommen. Es kommtbcynahe auf eines heraus, einen ganzbekannten Gegenstand würklich zu se-hen, oder sich seiner blos zu erinnern.Selbst Empfindungen, deren mangewohnt ist, verlieren ungemcm viel
von