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Hauptstimme haben. Aber einembessern Gesang dieser Mittelstimmenzugefallen, wird auch wol ein sol-cher Ton weggelassen, und dagegenein anderer verdoppelt. Dieses mußvornehmlich in Mittelstimmen, diedeutlich gehört werden, bey Leittö-nen, die darin vorkommen, beobach-tet werden. Darum ist in folgendenBeyspiclen
dieser Accordweit besser
räusch, oder zu einem gar nichts be-deutenden Geklapper.
Die beste Würkung thun die Mit-telstimmen, in denen die zur Voll-ständigkeit der Harmonie nöthigcnTone auch zugleich eine singbare Me-lodie ausmachen. Am reinesten klin-get die Harmonie, wenn die Töne inden Mittelstimmen so vertheilt sind,daß alle gegen einander harmonircu.So klinget z. B.
als dieser:
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das erste und zweyte, da dasSubse-mitonium in der Mittelstimme seinennaturliclwn Gang über sich nimmt,den bcydcn andern, da die Tone man-nichfaltiger sind. vorzuziehen.
Es ist eine Hauptrcgel, daß dieMittelstimmen sich in den Schrankenihrer Ausdehnung halten, und nichtüber die Hauptstimme in der Höheheraustreten, weil diese dadurch wür.de verdunkelt werden, Auch mußman sich nicht einfallen lassen, einenGedanken in der Hauptstimme abzu-brechen , und seine Fortsetzung einerMittclsiimme zu überlassen.
Ucbcrhaupt gehört mehr, als blos-se Kcnntniß der Harmonie, zu Verfer-tigung guter Mittelstimmen. Ohnefeinen Gcschmak und scharfe Beur-theilung werden sie entweder zu ei-nem die Melodie verdunkelnden Ge-
weil hier wegen der an einander lie-genden Töne k und Z eine Sccundegehört wird. Unangenehm werdendie Mittelstimmen, wenn die Har-monie, wie bisweilen in den Wer-ken großer Harmonisten, die gerneihre Kunst zeigen wollen, geschieht,zu sehr mit Tönen überhäuft ist.Daher lassen bisweilen guteMclodi-sten in Arien, die vorzüglich einengefälligen Gesang haben sollen, dieBratsche mit dem Baß im Unisonusgehen. Wie die Mittelstimmen zuArien zu behandeln scyen, kann manain besten aus den Graunischcn Opernsehen.
Keinen geringen Vorthcil ziehtman aus den Mittelstimmen in ge-wissen Stüken daher, daß eine der-selben die Bewegung richtig bezeich-net, wenn sie durch die Melodie, wieoft geschieht, nicht deutlich angezei-gt! wird. Davon gicbt dieGrauni-sche Arie aus der Oper CleopatraOmbra smata ecp. ein schönes Bey-spiel. Die Hanptmclodie hat einfa-che aushallende Töne, die den Ge-sang höchst pathetisch machen; die
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