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sich in Ton und Bewegung zeigen:daher viele Tanzmelodien im Grundenichts anders, als solche Schilderun-gen der Charaktere enthalten. Ganzcinzcle Charaktere von bcsondernMenschen haben einige französischeTonsetzcr, besonders Conperin, ge-schildert; und nach ihm hat Hr. E.P. E. iZbach kleine Clavierstüke her-ausgegeben, durch die er verschiedeneCharaktere seiner Freunde und Be-kannten ziemlich glüklich ausgedrnkthat. Es geht auch an, Mahlercycnaus der leblosen Natur in Musik zubringen: nicht nur solche, die in derNatur selbst sich dem Gehör einprä-gen, wie der Donner oder der Sturm,sondern auch die, welche das Gemü-the durch bestimmte Empfindungenrühren, wie die Lieblichkeit einer stil-len ländlichen Scenc, wenn nur dieMusik die Poesie zur Begleiterin hat,die uns das Gemählde, dessen War-tung wir durch das Gehör empfin-den, zugleich der Einbildungskraftvorstellt.
Aber Mahlercyen, die der Dichterbeyläufig nicht um Empfindung zuerregen, sondern alsVcrglcichungcn,um den Gedanken mehr Licht zu ge-ben, angebracht hat, wie gar oftin den so genannten Arien geschieht,auch durch Musik auszudrükeu, selbstda, wo der Cindruk derselben, demwahren, durch das ganze Stük herr-schenden Ausdruk schadet, ist eineSache, die sich kein verständiger Ton-setzcr sollte einfallen lassen. Der Dich-ter erinnert sich oft in der angenehm-sten Gemüthslage eines Sturms,der ihn ehedem beunruhiget hat, undthut seiner Erwähnung: aber unsin-nig ist es, wenn der Tonsetzer beydieser Erwähnung mit seinen Tönenstürmet.
Eben so unbesonnen ist es, wennauch bei) andern Gelegenheiten derTonsclzcr uns körperliche Gegenstän-de mahlt, die mit den Empfindun-gen gar keine Gemeinschaft haben;
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so wie man bisweilen sieht, daß mit-ten in einem empfindungsvollen Stük,blos um die Kunst und des SängersFertigkeit zu zeigen, das. Gurgelnder Nachtigall, oder das Gebcu!einer Nachtculc geschildert, und da-durch die Empfindung völlig zernich.tet wird. .
Der Tonsetzcr muß sich schlechter-dings dergleichen Kindercycn cnthal-ten, es sei) denn, da wo er würklichpoßirlich scyn muß; er muß bedenken,daß die Musik weder für den Ver-stand, noch für die Einbildungs-kraft, sondern blos für das Herz ar-beitet.
lieber die musikalische Mahlerey, vonJoh. Jac. Engel, Verl. 1780.8. Frzsch.in dem itcn Bde. des llec. llc lllccczlucercss. — S. übrigens den Art. Aus-druck, S.s?5.
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(Zeichnende Künste.)
Aas jedem Mahler eigene Verfah-ren bey Bearbeitung seines Werkskann überhaupt mit dem Namen sei-ner Manier belegt werden. Wie je-dez Mensch im Schreiben seine ihmeigene Art hat, die Züge der Buch-staben zu bilden, und aneinander zuhängen, wodurch seine Handschriftvon andern unterschieden wird: sohat auch jeder zeichnende Künstler sei-ne Manier im Zeichnen und in an-dern zur Bearbeitung gehörigen Din-gen, wodurch geübte Kenner das,was von seiner Hand ist, mit ebender Gewißheit erkennen, als man dieHandschriften kennet.
Man hat aber dem Worte noch ei-ne besondere Bedeutung gegeben, undbraucht es, um ein Verfahren in derBearbeitung auszudrükeu, das et-was unnatürliches und dem reinenGeschmak der Natur entgegenstehen-des an sich hat- Wenn man von ei-
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