282 K iZ l ? m
und Har>nonlrn 1788 .4.4 Hefte. — F.T. Planks Eraro und Eutcrpe, oder zärt-liche, schcrzh. und kom. Lieder, Hamb.1790. O — Auswahl guter Trinklieder. . >. >790. 8. — Fröhliche Lieder,Verl. >787. 8. — Samml. »onLiedct»,comp. von Naumann, Schuster, Scy-dclmann, Tevlcr, Wcinlich 1790. Qsol.>— Lieder für fröhliche Gesellschaften,Hamb. 175». 8. — Lieder und Ges. bcymKlavier, aus berühmten Operetten, 1791.
— Liedersamml. für Kinder und Kinder-freunde 1791. 4. — Blumenlese von Ge-sänge» bevni Ciavier . . . von F. L. S.Rcllstab 1792. —> — Vollständiges Lie-derbuch der Freiimsturcr, zTH.—-Samm-lung von Frehmstuerliedern von Enslin.
— Samml. auserlesener Fecymcklircrlic-dcr 1791. 8. — Gesänge für Fccymäu-rer 179-. 8- —
L i g a k u r.
(Musik.)
^5st in der heutigen Musik das, wo-von bereits unter dem Namen Vin-dung gesprochen worden: aber inder alten Kirchenmusik bedeutet es dieVerbindung mehrerer Noten, die aufeine einzige Sylbc gesungen wurden.Bey diesen Ligaturen war mancher-lei) zu beobachten, weil die Geltungder Noten von cincrlcy Figur unge-mein veränderlich dabey war. Ge-genwärtig ist nichts unverständliche-res in den Kirchengesangbüchernmittlerer Zeiten, als die verschiede-nen Bezeichnungen der Ligaturen.Der geringe Nutzen, der aus der völ-ligen Aufklärung dieser dunkeln Sa-chen entstünde, würde die große Mü-he, die man daraufwenden müßte,nicht belohnen.
L i m m a.
(Musik.)
Ein kleines Intervall, von ungefähreinem halben Ton, das aber auf ver-schiedene Weise entsteht, und also,
.5 0 b
wie der halbe Ton, mehr als eineGroße hat. Der Unterschied, oderdas Intervall zwischen dem halben !Tone, der durch ^ ausgcdrükt wird,und dem großen ganzen Ton -K, gicblein Limnia, dessen Große ^ ist.Es kommt in der von uns angcnom.mencn Temperatur der Tonleiter anverschiedenen Stellen vor, und wirdbald als eine übermäßige Primc, baldals eine kleine Seeunde gebraucht,wie aus der Tabelle der Intervallezu sehen *). Ein anderes Limmawird durch das Verhälcniß aus-gedrükt. Dieses ist der Haide Ton,oder das 5M fa der alten diatoni-schen Tonleiter, oder der Unterschiedzwischen der, aus zwey ganzen gros,sen Tonen H zusammengesetzten Terzund der reinen Quarte Diesist das Limma der Pythagoraer.Man bekommt es auch, wenn manvon dem Grundton c, oder i ausfünf reine Quinten stimmt, und dieletzte derselben 2V5 durch zwcy Octa-ven wieder gegen den Ton i herun-tersetzt. Dadurch erhält man das klder Alten, welches von c um Mabsteht. Dieses Limma wird, wiedas vorige, bald als eine übermas-sige Primc, und bald als eine kleineSeeunde gebraucht, wie in den vor-her angezogenen Tabellen ebenfallszu sehen ist.
L s b r e Z e.
Eine besondere Gattung einer förm-lichen ausgearbeiteten Rede, die demLobe gewidmet ist. Man lobet ent-weder Personen, wiePlinius in einerbesondern Rede den Trajan, oderSachen, wie Isocrates den Staatvon Athen. Bey den Griechen so,wol, als bey den Romern wurdenauch Verstorbene in der Versamm-lung des Volks gelobt. So hieltPerililes den im Kriege gegen die
Samier
') S. Intervall.