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ist, hier besondere Fälle anzufüh-ren *).
Man brauchte sie jede Fcycrlich-keit, jede öffentliche Veranstaltung,jedes wichtige öffentliche Geschafftezu unterstützen. Die öffentlichen Be-rathschlagungcn, die durch Gesetzeverordneten fcyerlichen Lobreden aufHelden und aufBürger, die ihr Lebenim Dienste des Staats verlorenhakten, die öffentlichen Denkmäler,womit große Thatcn belohnet wur-den, die große Menge religiöser Feste,die mit so viel Eeremonicn begleitetwaren, und die Schauspiele, die zueinigen dieser Feste gehörten, undauf die von Seiten der Regierung soviel Sorgfalt gewandt und so gros-ser Aufwand gemacht worden: allesdieses verschaffte den Künstlern Gele-genheit, ihr Genie und die Kraftdcrschönen Künste auf die GcmüthcrdcrMenschen in voller Würkung zu zei-gen. Es wurden Gesetze gemacht,um den guten Geschniak zu befördern,das Einreißen des schlechten Ge-schmaks und die noch schädlichereUcbertrcibung des Feinen zu hem-men **).
Eben so aufmerksam waren auchdie Hecrusker, den Einfluß der Kün-ste auf die Sitten zu b.fördern. Wirwissen zwar wenig von den politi-schen Verfassungen dieses durch dieRömer zernichteten Volks. Aber diemanuichfalrigcn Uebcrbleibsel der he-truskischcn Künste beweisen hinläng-lich. wie unmittelbar sie in alle Ver-richtungen des gemeinen Lebens ver-webt gewesen seyn. Man geräth da-bei) auf die Vermuthung, daß michder gemeine Mann in seinem Hausekaum etwas vor sich gesehen, oderin die Hand genommen habe, das
Eine Menge hichcr gehörige Anek-doten hat Junius gcsanniilct. Mansehe besonders in seinem Werke ä-kietuiz Vereram das XIII Cap. desII Buches.
»»HS, Baukunst i Th. S. zis. auchMusik.
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nicht durch den Einfluß der zeichnen»den Künste ihn auf eine nützliche Wei-se an seine Götter und an seine Hel-den erinnert, und das nicht seiner Re-ligion , und seinen patriotischen undPrivatgesinnungcn einen vorthcilhaf-ten Stoß gegeben hätte.
So war es mit den schönen Kün-sten in den goldenen Zeiten der grie-chischen und hctruskischen Frcyhcitbeschaffen. Aber so. wie sich allmah-lig die cdcln Empfindungen für denallgemeinen Wohlstand verloren;wie die Regenten und Vornehmenihr Privatinteresse von den Angele-genheiten des Staats absonderten;als Liebe zum Rcichthum, und Ge-schniak an einer üppigen Lebensartdie Gcmüther geschwächt hatten:wurden die schönen Künste von demöffentlichen Dienste des Staats ab-gerufen, blos als Künste derUeppig-keit getrieben, und alimählig verlorman ihre Würde aus dem Gesichte.Es ist für das Bcyspicl unserer Zei-ten wichtig, daß dem Leser der er-staunliche Mißbrauch, den die aus-gearteten Griechen von den schönenKünsten gemacht haben, vor Augengelegt werde. Da ich die Versuchungfühle darüber weitläuftigcr zu seyn,als es sich hier schiken würde, willich mich begnügen, nur eine allge-meine Äbschildcrung davon, die einverständiger Engländer verfertigethat, zu geben »). „Da die Athcnien«ser, sagt er, sich von dem Feinde,der sie so sehr in Athem gehaltenhatte'"), befreist sahen, überließensie sich dem Genüsse derErgötzlichkei«tcn, und dachten an nichts, als anSpiel und Feste. Dieses trieben siebis zur größten Ausschweifung, undfür die Schaubühne hatten sie eineLeidenschaft, dei alle Staatsgeschäff-te hemmre, und alle Empfindung
des
S. Tcmple Stanyan's Geschichte vonGriechenland, illBuch, Lap.
*5) Von dem Epaminondas.