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die einen an sich gleichgültigen Stoffschon bearbeitet darstellen, schonschatzbar. Nur muß man sie mitden großen Hauptwerken, darin einauch an sich wichtiger Stoffschon be-handelt wird, nicht in einen Rangsetzen. Ein schöner gesellschaftlicherTanz ist immer etwas artiges, undes kann seinen guten Nutzen haben,wo dergleichen mit Geschmak verbun-dene Lustbarkeiten vorkommen; aberman muß ihm nicht die Wichtigkeiteines fcyerlichcn mit Musik begleite-ten Aufzuges beylegen; und dasschönste Blnmcnstük eines de Heemmuß Nicht mir einem historischen Ge-mähldc Raphaela in eine Linie gesetztwerden.
Die dritte Art der ästhetischenKraft liegt in dem Guren. In die-sen Begriff schließen wir alles ein,was wir äußerlich oder innerlich be-sitzen, in sofern es ein Mittel ist,das uns in den Staird setzet, dieAb-sichten der Natur zu erfüllen, undunsre wahren Bedürfnisse zu befriedi-ge»; oder alles, was unser inneresund äußeres Vermögen, der Naturgemäß würksam zu seyn, befördert.Es läßt sich ohne Wcitläustigkeit ein-sehen , daß die wichtigsten Güter desMenschen aus vorzüglicher Stärkealler Seelcnkräfte bestehen; was vonaußen dazu kommen muß, dienetnur die Anwendung dieser Kräftezu erleichtern. Der vollkommensteMensch ist ohne Zweifel der Menschvon den höchsten Gaben des Geistesund Herzens. Alles was diese Ga-ben erhöhet, oder stärket, muß alswesentlich gut angesehen werden;und was von außen die Würksamkcitdieser inner» Kräfte befördert, wirdeben dadurch gut, wenn es gleichsonst gleichgültig wäre.
In den schönen Künsten zeiget sichdas Gute durch die Schilderungen derGesinnungen, der Charaktere und derHandlungen der Müschen, und inallem dem, was sich darauf beziehet;
Dritter Theil.
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das Gefühl »nsrer innerlichen Kraftund Würksamkeit macht uns sehraufmerksam auf alles, was sie reizet.Darum intcressut uns auch in denWerken der schönen Künste nichtsmehr als die Gegenstände, durch wel-che das Gefühl des Guten oder Bö-sen rege gemacht wird. Aus wel-chcm Gesichtspunkt man immer dieKünste betrachtet, findet man dochallemal, daß das Gute oder Böseder interessanteste Stossdcrselben sey.Selbst Vollkommenheit und Schön-heit werden nur durch ihre Beziehungauf das Gute interessant. Das Gu-te bewürkt die antreibenden, und dasBöse die zurükcreibcnden Kräfte;und je mehr wir diese Kräfte für dieErlangung des Guten und Vermei-dung des Bösen üben, je mehr stär-ken sie sich.
Dadurch also werden die schönenKünste höchst wichtig, daß sie unsreSeelcnkräfte durch lebhafte Schilde-rung des Guten und Bösen in einersehr vorteilhaften Würksamkeit un-terhalten, und darin liegt die wich-tigste Kraft dieser Künste. Hierüberist man so durchgehends einig, daßes unnöthig ist, diese Sache aus-führlicher zu entwikeln.
Daraus folget ganz natürlich,daß der Künstler vorzüglich besorgtseyn soll , diese Art der Kraft in seinWerk zu legen. Die dramatischeund die epische Dichtkunst könnendieses in dem weitesten Umfange thun,und sind deswegen die wichtigstenZweige der Kunst. Nach ihnenkommt die syrische Gattung, die sovorzüglich geschikt ist, jede Empfin-dung des Guten und Bösen rege zumachen. Die Musik aber dienethauptsächlich ihnen einen hohen Graddcr Lebhaftigkcit zu geben. Die Mah-lert) hat Mittel uns durch den Kör-per sehr tief in das Innere der Seeleblikcn zu lassen; und die Empfin-dungen des Guten und Bosen, diesie dadurch in uns crwekcn kann,
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