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in sie begriffen sind. In der ganzenWelt ist man bcy Feyerlichtcittn an-ders gekleidet, als be» hanslichcnVerrichtungen; und der Mahler wur-de eine Narrheit begehen, der einenim Krankenbette liegenden Königmit Krone und Zepter vorstellte, wiebisweilen von Künstlern, die außerder Kunst keinen Verstand zeigen, ge-schehen ist. Etwas von dieser Un-schiklichkeit ist auch aus der ehema-ligen Barbarei) des Gcschmaks hierund da in Schauspielen übrig geblie-ben», wo man noch bisweilen vor-nehmere Personen in völlig feyerli-chem Staat sieht, da sie kaum ausdem Bette aufgestanden sind, undnun blos häusliche Verrichtungenhaben. Die Schauspieler sollten be-denken, daß dergleichen Ungereimt-heiten die Täuschung so völlig auf-heben, und dem feinen Theil ihrerZuschauer so anstößig sind, daß dieganze Würkung, oie ein Drama ha-ben sollte, dadurch völlig gehemmctwird. Einige Schauspieler scheinenzu glauben, daß in dramatischenSinken von einiger Wurde, die Per-sonen nie anders, als in gewissemStaat erscheinen können. In derThat ist es ein zarter Punkt, dasvöllig Natürliche mit einiger Würdezu verbinden. Wir wollen auch nichtsagen , daß man auf der Bühne je-mand so natürlich im Bette liegenlasse, wie er es etwa in seiner Schlaf-kammer gewohnt ist. Aber auch dieallergewöhnlichste Hausk'eidnng kannmit Anständigkeit und Würde ver-bunden scyn; wenn nur der, der die-se Sachen angiebt, ein Mann vonNachdenken ist und einige Kenntnißder Welt hat,
Zu dem Schiklichen können wirauch das rechnen, was von dem lieb-lichen charakterijkiscli ist. Daraufhat der Künstler vorzüglich Acht zugeben. Der Mahlcr ist oft in Ver-legenheit seine Personen bestimmt zubezeichnen z und da kommt ihm das
Charakteristische der Kleidung sehr zustatten. Es giebt ganze Kleider, eiu-zclc Theile, sogar Farben des Gewan-des, besondere Arten des Schmuks,die völlig charakteristisch sind, undsogleich den Stand, oder die Würde,oder eine ganz besondere Verhältnis;derselben, oder eine ganze Handlunggenau bezeichnen. Diese muß derKünstler aus der alten und neuenGeschichte/ und von mehrern Natio-nen kenne». Aber dieses schlagt schonin das liebliche ein H.
Denn zeichnenden Künstler empfeh-len wir zum ferner» Nachdenken überdiese Materie ein aufmerksames Le-sen dessen, was der Herr von Ha-gedorn über diese Materie mit großerGründlichkeit angemerkt hatVonder bcsondcrn Behandlung der Klei-dung, und der Kunst sie gut zule-gen und zu fairen, ist in einem beson-dern Artikel gesprochen worden i).
Von der Bekleidung in der Mahlcrcy(von der Wahl der Draperie und denstarben derselben) handeln, unter uieh.rcrn, do Pikes in den leiem. äc iapcinr. Oeuv. Bd. 2. S. 8> U. f. —>Xichardson in dem Vi-ice elc Izpeinr.Bd. 1. S. 155 u. f. — Lacrosse in dem;tcn Kap. dcS ztcn Buches s. grollen Nah,lerbuchcs, B. 2. S. z- u. f. — Lc>,ma550, im zütenKap. des 6ten BüchesS.g54 des'I>ircaco äell'oi'rc Nolli- pir-ruro, kelil. 1585.4.—' Hagedorn,in s. Betrachtungen 1.257 u. f. — u. a. m.S. übrigens den Art. Gorvanöer.
K lein.
(Schöne Künste.)
M?an hat in der Theorie der schönenKünste zwei, Arten des Kleinen zu be-
trach-
») S. lieblich.
Betrachtung über die Mahlerei), UBuch - Abschn. im 16 und >7Cap.t) S. Gewand.