Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
32
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Teleinann, Firsser, Föftl), Pfeiffer,Graun, Hasse, Hclßler, I. H. Knecht,I. B. Kerl, KönigSbergec, Knecht,Kopp, Rolle, HomilmS , Ageieola,Stölyel, Srcincrt, Zach, Kunze» undandre mehr. S. übrigens den ArtikelChoral.

Klang.

(Musik.)

Aic Betrachtung des Ursprungesund der wahren Beschaffenheit desKlanges, erkläret so manchen Punktin der Musik, und giebt verschiedeneso wichtige Folgerungen für dieKennrniß der Harmonie, daß sie hiernicht kann übergangen werden.

Der Klang ist ein anhaltender ste-ter Schall, der von dem bloßen Lautdadurch unterschieden ist» daß diesernur cinzcle abgesetzte Schlage hörenlaßt, wie die Schlage eines Ham-mers; da der Klang anhaltend ist.Wie sich das Herunterfallen einzelerTropfen, sie folgen schneller oderlangsamer aufeinander, zu dem ste-ten Rinnen eines Wafferstrales ver-halt, so verhalt sich der bloße Schalloder Laut, der au5 cinzelen Gehvr-tropfen besteht, zu dem Klang, derein ununterbrochenes Fließen desSchalles ist. Die Naturkundiger sa-gen uns, daß auch der Klang, ober gleich uns als anhaltend vor-kommt, aus wiederholten einzelen undwürklich abgesetzten Schlagen bestehe,die aber so schnell auf einander fol-gen, daß wir den Zwischenraum derZeit von einem zum andern nichtmehr empfinden, fondern sie in ei-nen steten Ton zusammen hängen;das Ohr zeiget sich hieben, wie dasAuge in ahnlichem Fall. Wenn manin der Dunkelheit eine glücnde Kohleschnell wegwirft, so scheinet uns derWeg, den sie nimmt, ei» steter feuri-ger Strich, oder eine glücnde Schnurzu seyn , ob wir gleich jeden Augen-

blik nur einen glücnde» Punkt dieserLinie sehen.

Diese Bemerkung über die wahreBeschaffenheit des Schalles ist derGrund zur wissenschaftlichen Betrach-tung des Klanges und der Harmonie.Besonders wissen wir daher, worinder Unterschied zwischen hohen undtiefen Tönen bestehe, welches die Ge-legenheit giebt, die Töne in Ansehungihrer Höhe gegen einander zu berech-nen. Nämlich --

Je schneller die cinzelen Schläge,aus denen der Klang besteht, aufein-ander folgen, je höher scheinet unsder Ton zu seyn. Es läßt sich ma-thematisch beweisen, daß zwei) Töneum das Intervall einer Octave voneinander abstehen, wenn die Schlägedes einen noch einmal so geschwindauf einander folgen, als die Schla-ge des andern; und so kann jedesIntervall durch das Verhältnis' derGeschwindigkeit der Schläge in Zah-len ausgedrillt werden.

Man hat auf diese Art gefunden,daß der tiefste in der Musik nochbrauchbare Ton, der noch um zweyOctaven tiefer ist, als das sogenanntegroße L, in einer Secundc zo Schla-ge an das Ohr thut; der höchstebrauchbare Ton aber, oder das vier-gcstrichene c, in gleicher ZeitWenn das erwähnte unterste L zoSchlage in einer Secunde thut, sothut seine Octave 60 Schläge in der-selben Zeit. Darum kann man sa-gen, der Unisonus verhalte sich zurOctave, wie?c?zu6O, oder wie 1 zu 2.Also drillt das Verhältniß 1:2 dieOctave aus; und auf eine ähnlicheArt das Verhältniß 2: z die Quinte;weil von zwey Tönen, deren Inter-vall eine reine Quinte macht, dertiefere zwey Schlage thut, da derhöhere drey macht.

Da-

S. ^uleri TeniZmeu novae illeori»?

telulicse c. I. IH.