Vorrede.
Das einzige, dessen ich meine Leser zu überzeugenwünschte, ist dieses, daß ich nichts ohne vorhergegangenegenaue Prüfung der Sachen hingeschrieben, und daß ich anOrten, wo ich andre tadle, nie die Absicht gehabt habe,ihnen wehe zu thun, sondern blos die Wahrheit zu sagen,wo ich es für wichtig genug hielt, sie unter der Gefahr,andern zu mißfallen, einzuschärfen.
Daß es mir einige Kunstrichter, oder Liebhaber, diemeines Erachtens in einem gar zu hohen Ton und mitzuun-eingeschränktemLobe von gewissen Werken des Witzes spre-chen, übel nehmen, daß ich hier und da eine ganz andereMeynung darüber geäußert habe, ficht mich wenig an.Ich schätze zwar jedes Talent hoch; kann aber deßwegennicht jeden Gebrauch desselben billigen. Ich dringe durch-gehends darauf, daß die schönen Künste ihren Werth undihre Würde nicht von den Werken eines blos spielendenund scherzenden Witzes/ so fein er auch seyn mag, sondern
von