Ivo
schöpft und mit Gliedern, welche durch die electrischcnSchläge der Gymnotcn wie halb gelahmt sind.
Ju weniger als fünf Minuten waren zwei Pferdegetödct. Der Aal, welcher fünf Fnß lang ist, drängtsich an den Bauch des Pferdes und entladet sei» clcctri-sches Organ in seiner ganzen Länge gegen denselben. Ertrifft zugleich das Herz, die Eingeweide und das Son-ucngcsiecht f ziluxus encstinunns, der Abdominalnervcn.Es ist natürlich, daß die Wirkung, welche ein Pferderleidet, stärker ist als die, welche derselbe Fisch aufden Menschen hervorbringt, der den Schlag nur a» denäußersten Gliedern und den minder empfindlichen Dhcilcndes Körpers empfängt. Die Pferde werde» wahrscheinlichnicht getödct sondern blos betäubt; und so müssen sie, we-gen der Unmöglichkeit, unter dem fortdauernden Kampfe derübrigen Pferde und Aale sich wieder aufzurichten, ertrinken.
Die Gymnotcn zerstreuten sich endlich und kamen anden Rand des Wasser-Behälters, so daß fünf derselbenmit kleinen, an lange Seile befestigten Harpunen gefangenwerden konnten. Roch einige fing man gegen Abend, undso hatte man denn eine hinreichende Anzahl Eremplare, umVersuche anstellen zu können. Tic Resultate der Hum-boldtschcu Beobachtungen hinsichtlich dieser Thiere bestehenkürzlich in Folgendem:
Der Ghmnotns ist der größte unter den bekanntenelectrischcn Fischen. Einige der von ihm gemessenen warenü Fuß 4 Zoll bis 5 Fuß 7 Zoll lang. Tie Farbe warein schönes Oliven-Grün, und an: untern Tbeil des KopfesGelb mit Roth vermischt. Längs dem Rücken verlaufen zweiReihen kleiner gelber Flecke, deren jede eine Ausscheidungs-Ocffnung für den Schleim bezeichnet, womit die Haut be-ständig überzogen ist. Tie Schlcimblase ist groß, undvor ihr liegt eine zweite kleinere, die erstere ist von derHaut durch eine Fettmasse getrennt und ruht auf demelectrischcn Organe», welche mehr als zwei Drittel des Fi-sches einnehmen.