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Leben des rohe» uncultivirtcn Jägers in dem waldigen Ti-strict, das Hirtcnlebcn in den Savannen, und den Acker-bau in den Thälcrn und Ebenen, welche sich abwärts nachden verschiedenen Theilen der Küste erstrecken. Missionäreund einige wenige Soldaten haben einzelne vorgeschobenePosten an der südliche» Gränze inne. In diesem Abschnittfühlt man das Ucbcrgewicht der Gewalt und den Miß-brauch der Macht.
Die Stämme der Eingebornen sind in fortwährendenFeindseligkeiten begriffen; die Mönche unterlassen nicht, dieUneinigkeit der Indianer der kleinen Dörfer ihrer Missio-nen zu benutzen; die Soldaten leben in einer Art vonKrieg mit der Geistlichkeit.
Im zweite» Abschnitte, welcher die Ebenen un!> Sa-vannen begreift, wo llebcrfluß an Nahrungsmitteln herrscht,hat die Cultur nur geringe Fortschritte gemacht, und dieEinwohner leben in Hütten, die zum Theil mit Fellenüberdeckt sind. BloS im dritten District, wo Handel undAckerbau getrieben werden, hat das gesellschaftliche Lebeneinige Fortschritte gemacht.
Indem wir unser» Reisenden durch diese interessantenGegenden folgen, müssen wir einigermaßen die gegenwärti-ge Verfassung der Südamerikanischen Staaten aus demGesicht verlieren und sie ganz einfach als spanische Provin-zen betrachten.
„Wenn man sich," sagt Humboldt, „einen genauenBegriff von diesen ungeheuren Landstrichen zu bilden wünscht,die Jahrhunderte hindurch von Vicckönigeu und Stadthal-tcrn regiert worden sind, so muß man seine Aufmerksam-keit auf verschiedene Puncte richten. Man muß die Thciledes spanischen Amerikas, welche Asien gegenüber liege», vondenen unterscheiden, welche vom Atlantischen Ocean bespültwerden, — man muß ausmittcln, wo die größte Bevölke-rung herrscht, ob in der Nähe der Küste oder im Innern,oder auf den Gebirgsebencn der Cordilleren, — mau mußdie Mengenverhältnisse zwischen den Eingebornen und an-