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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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streckt und scheine» zu beweise», daß die ursprünglicheKette, welche diese Landenge bildet, nachdem sie durch dasMeer in einer Strecke von hundert einundzwanzig Seemenle» unterbrochen oder verschlungen worden, beim VorgebirgeCodcra wieder erscheint und westlich in einer nnnntcrbre-chenen Linie fortlauft. Gegen Norden bildet das Vorge-birge ein ungeheueres Kugel-Segment, und an seinen.! Fußezieht sich eine Strecke niedriges Land hin, welches Schiffernunter dem Namen der Spitzen von Tutumo und SanFrancisco bekannt ist.

Die Passagiere im Boote fürchteten sich vor dem Hin-und Herschwankcn in einem hohlen, ungestümen Mcere sesehr, daß sie sich entschlossen ihren Weg zu Lande nachCaraccaS fortzusetzen, und Bonpland, welcher ihrem Bei-spiel folgte, erhielt eine reichliche Ernte an Pflanze».Humboldt iudcß setzte die Reise zu Wasser fort, weil cSihm gewagt schien, die Instrumente aus den Augen zulassen.

Mit Einbruch der Nacht lichtete das Fahrzeug dieAnker, um das Vorgebirge Codera zu umschisfen, was we.gen des widrigen Windes und der bald niedrigen bald He-tzen Brandung mit nicht geringen Schwierigkeiten verbun-den war. Am einundzwauzigsten November, bei Son-nenaufgaug, befand mau sich Curuao gegenüber, westlichvom Vorgebirge.

Ter Indianische Lootse gericth bei Erblickung einerenglischen Fregatte, die keine halbe Stunde uicbr entferntwar, in Schrecken, allein man entkam, ohne bemerkt zuwerden.

Die Berge sind überall schroff und abschüssig unddrei tausend zwei hundert bis vier lausend drei hundertFuß hoch, während sich am Gestade eine Strecke niedri-ges und feuchtes Land hinzieht, welche» mit dem herrlichstenGrün prangt und einen großen Tbeil der Früchte erzeugt,welche auf den benachbarten Märkten in so reichlicherMenge angetroffen werden.